EM: 6000 Karten für deutsche Spiele

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Das DFB-Team zählt zu den EM-Favoriten

Sopot - Für deutsche Fans wird es ein Kontingent von mindestens 6000 Karten pro Spiel der Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine geben.

 “Fest steht, dass wir dieses Minimum erhalten“, berichtete DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach am Dienstag in Sopot. Die EM-Endrunde findet vom 8. Juni bis 1. Juli 2012 statt.

Die anreisenden Anhänger müssten sich nicht vor den berüchtigten polnischen Hooligans fürchten, versicherte Dariusz Lapinski vom staatlichen Organisationskomitee bei der Pressekonferenz mit dem DFB und der deutschen Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) wenige Stunden vor dem Freundschaftsspiel zwischen Polen und Deutschland in Danzig. “Niemand soll Angst haben, nach Polen zu kommen. Hier wird es sicher sein und ein Fest werden.“ Die Hooligan-Problematik in Polen spiele sich mehr auf der Vereinsebene ab, erklärte Lapinski.

Die genaue Ticketzahl für deutsche Anhänger bei den EM-Spielen richtet sich nach der Zuschauerkapazität des jeweiligen Stadions. Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) stehen jeweils 15 Prozent zu. Nach der Auslosung der EM-Gruppen am 2. Dezember in Kiew werden Spieltermine, Gegner und Austragungsorte feststehen. Beim Verkauf der EM-Karten wird es für die Endrunde 2012 “eine grundlegende Änderung“ geben, wie Niersbach verriet: “Auch die Fankontingente werden über die UEFA abgewickelt und nicht mehr über die nationalen Verbände.“

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will damit verhindern, dass von Verbänden nicht ausgeschöpfte Kontingente in falsche Hände geraten können. “Die Kontrolle ging verloren“, sagte Niersbach zu den Erfahrungen bei vergangenen Turnieren. Sollte das Kontingent eines Verbandes nicht ausgeschöpft werden, würden die Karten nun bei der kommenden EM dem Spielgegner zugeschlagen. Auf diesem Wege könnte sich die Anzahl der Karten für deutsche Fans nachträglich erhöhen.

Das staatliche Organisationskomitee zur EURO 2012 des polnischen Ministeriums für Sport und Touristik treibt rund neun Monate vor dem EM-Beginn den Aufbau von Fanprojekten intensiv voran. Drei gebe es bislang. “Die Hooligans sind inzwischen sehr isolierte Gruppen“, versicherte Lapinski. An jedem Spielort werde es auch Public Viewing für Fans ohne Stadion-Karten geben. “Ausschreitungen gibt es nur, wenn man als Veranstalter etwas falsch macht“, meinte Lapinski.

“Wir vertrauen den Sicherheitsbehörden vor Ort“, sagte Niersbach. Die in Deutschland 1993 eingerichtete Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) arbeitet eng mit den polnischen Kollegen zusammen. “Wir sind ein Erfolgsmodell“, sagte Michael Gabriel als Leiter. Auch Niersbach bewertet die geleistete Arbeit als absolut positiv: “99,9 Prozent unserer Fans sind positiv.“ Die Fanbetreuung der KOS bei großen Turnieren ist längst etabliert. Nach der EM-Auslosung im Dezember wird eine spezielle Website gestartet. Auf www.fanguide-em2012.de sollen Fans unter anderem hilfreiche EM-Reisehinweise erhalten.

dpa

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