WM 2014: Romario kämpft für Behinderte

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Romario kämpft dafür, dass Menschen mit Behinderung bei der WM 2014 in Brasilien Billigtickets erhalten.

Rio de Janeiro - Der ehemalige brasilianische Fußball-Nationalspieler Romario hat sich für stark reduzierte Eintrittskarten für Behinderte bei der WM 2014 in seiner Heimat stark gemacht.

Der WM-Star von 1994 traf laut Medienberichten am Freitag mit dem brasilianischen Verbands-Chef Ricardo Teixeira und dem einstigen Weltfußballer Ronaldo zusammen, um das Thema zu diskutieren. Romario schweben offenbar 300 Eintrittskarten zu reduzierten Preisen für behinderte Anhänger pro WM-Spiel vor.

Romario, der eine politische Karriere begonnen hat und sogar als Kandidat für den Bürgermeisterposten in Rio de Janeiro gilt, will nun einen offiziellen Antrag an den Weltverband FIFA und das brasilianische WM-Organisationskomitee stellen.

Alle Weltfußballer seit 1982

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Das Thema Eintrittskartenpreise beherrscht seit geraumer Zeit die Diskussion im Land des fünfmaligen Weltmeisters. Bei seiner Vorstellung als neues Mitglied des WM-Organisationskomitees hatte Ronaldo Anfang Dezember bekannt gegeben, dass für das Turnier in drei Jahren rund 300.000 Tickets zu „Volkspreisen“ auf den Markt kämen.

Bei der WM 2010 in Südafrika lag der Ticketpreis der sogenannten Kategorie 4 bei umgerechnet 13 Euro. Lediglich für das Eröffnungsspiel und das Finale hatte der Weltverband FIFA damals keine verbilligten Karten zur Verfügung gestellt. Zudem hatte die FIFA Freikarten an Fans des Gastgeberlandes verteilt, die sich den Eintritt finanziell nicht leisten konnten.

SID

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