WM 2014: Blatter besorgt wegen verspäteten Baubeginns

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FIFA-Präsident Sepp Blatter

Ottawa - FIFA-Präsident Sepp Blatter hat wegen des verspäteten Baubeginns an den Austragungsstätten der Fußball-WM 2014 in Brasilien Bedenken geäußert.

Den reibungslosen Ablauf des Turniers sieht er aber nicht in Gefahr. „Gegenwärtig sind wir etwas besorgt über einige Bauvorhaben. Aber Sie wissen, wenn man jemanden antreibt, eine Menge Energie aufzubringen, dann kannst du rechtzeitig fertig werden“, sagte Blatter am Freitag in Ottawa bei der Vorstellung der Spielstätten der Frauen-WM 2015 in Kanada. „Wir sind zuversichtlich, weil Brasilien nicht nur eine Fußballnation, sondern auch eine wichtige wirtschaftliche Kraft ist“, sagte der 76-Jährige. Allerdings betonte er auch, dass die Verzögerungen schnell aufgeholt werden müssten.

Bei dem Treffen in der kanadischen Hauptstadt entschuldigte sich Blatter, der sich kommende Woche in Zürich mit Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo und dem lokalen WM-Organisationskomitee trifft, auch für die Kritik von FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke an den WM-Organisatoren. Der Franzose hatte im März erklärt, dass Brasilien einen „Tritt in den Hintern“ bräuchte.

Fußball-Samba am Zuckerhut - die Vorbereitungen auf die WM 2014 in Brasilien laufen

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Um bei den kommenden Turnieren unter dem Dach der FIFA Fehlentscheidungen wie den nicht gegebenen Treffer des Engländers Frank Lampard im Achtelfinale der WM 2010 in Südafrika gegen Deutschland (1:4) zu minimieren, will Blatter zukünftig Torlinien-Technik einsetzen. Derzeit befinden sich zwei Systeme in der Testphase.

„Ich kann ihnen versichern, dass die FIFA bei der WM 2014 und damit auch beim Konföderations-Cup 2013 auf dieses System zurückgreifen wird“, sagte der Schweizer. Derzeit befinden sich zwei Systeme in der Testphase. Weiteren technischen Neuerungen wie dem Videobeweis erteilte der FIFA-Boss aber eine Absage.

sid

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