Führung im Gesamtweltcup verteidigt

Freund Vierter bei Kofler-Sieg

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Skispringer Severin Freund

Engelberg - Skispringer Severin Freund ist bei der Generalprobe für die Vierschanzentournee zwar knapp am Podest vorbei geflogen, hat seine Führung im Gesamtweltcup aber verteidigt.

Das Podest knapp verpasst, aber das Gelbe Trikot erfolgreich verteidigt: Skispringer Severin Freund (Rastbüchl) ist zwei Wochen vor Beginn der Vierschanzentournee weiter in starker Form und hat beste Chancen, mit dem Trikot des Gesamtweltcup-Führenden zum ersten Springen nach Oberstdorf zu reisen. Der 24-Jährige (265,1 Punkte) landete bei der Generalprobe für den ersten Saisonhöhepunkt des WM-Winters in Engelberg/Schweiz auf dem vierten Platz und hatte auf der Großschanze nur drei Punkte Rückstand aufs „Stockerl“.

„Severin hat mit Platz vier bewiesen, dass er weiter in einer tollen Form ist. Er hat gute Sprünge gezeigt, auch wenn es noch etwas Luft nach oben gibt“, sagte Bundestrainer Werner Schuster dem SID: „Wichtig ist jetzt aber, dass er von den anderen in der Spitze noch etwas Unterstützung bekommt. Daran arbeiten wir.“

Der Sieg ging an den früheren Tournee-Gewinner Andreas Kofler aus Österreich (272,6), der seinen zweiten Triumph in Folge feierte. Zweiter wurde der Pole Kamil Stoch (272,5) vor Gregor Schlierenzauer (Österreich/268,1), der Freund in der Gesamtwertung weiter dicht auf den Fersen bleibt. Nach dem sechsten Springen des Winters hat Schlierenzauer nun 348 Punkte, sein deutscher Kontrahent hat 390 auf dem Konto. Freund sprang im ersten Durchgang auf 133,0 Meter und landete seinen zweiten Versuch bei 132,0 Metern.

Zwar schafften es auf der Titlisschanze wieder drei Adler des Deutschen Skiverbandes (DSV) unter die Top 15, ein ganz starkes Mannschaftsergebnis wie zuletzt im russischen Sotschi mit zwei Podestplätzen blieb jedoch aus. Michael Neumayer (Berchtesgaden) als Ältester im Team auf Platz elf und der 17 Jahre alte Andreas Wellinger (Ruhpolding) als Zwölfter zeigten starke Sprünge. „Mit dem Mannschaftsergebnis sind wir wieder zufrieden. Ich dachte mir schon, dass es auf dieser Schanze etwas kniffliger wird“, betonte Schuster.

Richard Freitag (Aue) verbaute sich ein besseres Ergebnis durch einen schwachen ersten Sprung, schaffte es am Ende aber immerhin noch auf Platz 19, Karl Geiger (Oberstdorf) wurde 29. „Richie hat sicher noch Potenzial, mit ihm müssen wir noch etwas arbeiten“, sagte Schuster.

Keinen guten Tag erwischte hingegen das Thüringer Duo Andreas Wank (Oberhof) und Danny Queck (Lauscha). Beide Springer verpassten den zweiten Durchgang.

Am Sonntag (13.45 Uhr/ARD) steht in Engelberg das zweite Einzelspringen in der Schweiz auf dem Programm. Es ist zugleich der letzte Wettkampf vor der Vierschazentournee.

sid

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