"Frechheit": Hambüchen geht auf NOK los

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Fabian Hambüchen kritisiert das NOK harsch

London - Als „Frechheit“ hat der ehemalige Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen die deutsche Akkreditierungspraxis für die am Freitag beginnenden Olympischen Spiele von London bezeichnet.

„Da laufen viele im Dorf herum, die weniger wichtig sind“, sagte der 24-Jährige nach dem Podiumstraining der deutschen Kunstturner, für die die Spiele am Samstag mit dem Qualifikations-Wettkampf beginnen.

Hintergrund der Kritik des Wetzlarers ist die fehlende Akkreditierung für seinen Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen. Der Coach wird am Freitag mit einem Wohnmobil nach England reisen und lediglich als normaler Zuschauer in der North Greenwich Arena die Auftritte seines Sohnes verfolgen können.

Dem Deutschen Turner-Bund waren vom Deutschen Olympischen Sportbund nur zwei Trainerakkreditierungen zugeteilt worden. Diese gingen an Chefcoach Andreas Hirsch und Waleri Belenki, Heimtrainer von Barren-Europameister Marcel Nguyen und Sebastian Krimmer, dem nationalen Titelträger am Seitpferd.

Ein ernsthaftes Problem sei die ungewohnte Rolle seines Vaters aber nicht. Hambüchen: „Wir kennen uns ja lange genug und werden regelmäßig telefonieren.“ Ebenfalls ohne direkten Kontakt zu seinem Heimtrainer Karsten Oelsch muss Vize-Weltmeister Philipp Boy aus Cottbus auskommen, gleiches gilt für den Hannoveraner Andreas Toba und dessen Betreuer Reinhard Rückriem.

SID

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