Doppelerfolg auf der Heimbahn

Florschütz und Friedrich teilen sich den Sieg

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Zweifachsieg im Zweierbob für Deutschland in Altenberg

Altenberg - Den ganzen Winter schon warteten die deutschen Bobfahrer auf den ersten Weltcup-Sieg und nun gelang er in Altenberg gleich doppelt.

Beim deutschen Dreifach-Erfolg lieferten sich die beiden Sachsen Thomas Florschütz und Francesco Friedrich einen großen Kampf auf ihrer Heimbahn in Altenberg. Nach zwei Läufen kamen sie am Samstag auf die gleiche Zeit und beendeten somit die Erfolgs-Flaute der deutschen Bob-Männer in diesem Winter. Den Erfolg komplettierte als Dritter Manuel Machata.

Der routinierte Zweierbob-Europameister Florschütz aus Riesa, der mit dem viermaligen Olympiasieger Kevin Kuske fuhr, legte nach dem ersten Durchgang Bestzeit hin. Florschütz hatte vier Hunderstelsekunden Vorsprung auf den erst 22 Jahre alten Junioren-Weltmeister Friedrich aus Oberbärenburg. Dieser legte mit Jannis Bäcker im zweiten Lauf Startbestzeit hin und feierte nun den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Mit 22 Jahren ist Friedrich zugleich der bislang jüngste deutsche Weltcupsieger im Bobsport.

„Das ist ein wunderschönes Gefühl, dass ich ausgerechnet hier in Altenberg meinen ersten Weltcupsieg geholt habe“, sagte Friedrich und betonte: „Besser geht es für mich doch nicht: Gold bei der Junioren-WM, die Rückkehr in den Weltcup und der Sieg mit Flori zusammen. Das ist absolut geil.“

Bei der WM in drei Wochen in St. Moritz wollen sie diesen Erfolg wiederholen. „Wir werden dann noch eine Schippe drauflegen, natürlich soll es dort auf das Podest gehen“, sagte Friedrich, der mittlerweile in seiner sächsischen Heimat nur noch „Franz der Starke“ gerufen wird. Der zwölf Jahre ältere Florschütz, der mit seinem Startverzicht zu Saisonbeginn erst den Weg für Friedrich zu drei dritten Weltcup-Plätzen in Übersee freigemacht hatte, sieht diesen Erfolg als Befreiungsschlag: „Wir haben unsere Leistung gezeigt, die Konkurrenz in die Schranken verwiesen. Jetzt stehen wir als deutsches Team wieder dort, wo wir hingehören.“

Jubeln durfte auch Manuel Machata vom SC Potsdam. Der Bayer aus Ramsau schaffte mit Christian Poser seine erste Podestplatzierung in diesem Winter mit dem kleinen Schlitten. „Ich bin zufrieden, gerade im zweiten Lauf haben wir noch mal ordentlich dagegen gehalten“, meinte der Viererbob-Weltmeister von 2011.

Zuvor hatte Cathleen Martini aus Oberbärenburg am Freitag den ersten Weltcup-Sieg für die deutsche Bob-Mannschaft in diesem Winter geholt. Die Weltmeisterin von 2011 siegte am Freitag mit Anschieberin Stephanie Schneider. Auf Platz zwei landeten Sandra Kiriasis und Franziska Bertels. Mit dem Doppelerfolg stoppten die deutschen Pilotinnen die Siegesserie von Olympiasiegerin und Weltmeisterin Kaillie Humphries, die Dritte wurde.

dpa

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