Flaggen-Panne: Cameron entschuldigt sich

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Die Verantwortlichen haben sich für die peinliche Flaggen-Panne bei Nordkorea entschuldigt

London/Glasgow - Der britische Premierminister David Cameron hat sein Bedauern über die olympische Flaggen-Panne ausgedrückt.

„Es war ein Fehler, und man sollte nicht so einfach darüber hinwegsehen. Es hätte nicht passieren dürfen, aber es ist trotzdem passiert“, sagte Cameron am Donnerstagmittag im Olympic Park von London über das Fiasko beim Frauen-Fußballspiel Nordkorea gegen Kolumbien am Mittwochabend in Glasgow (2:0). „Ich bin mir sicher, dass alle notwendigen Schritte unternommen werden, dass so etwas nicht noch einmal passiert“, fügte der Politiker an.

Zuvor hatten sich bereits die Organisatoren für den peinlichen Vorfall entschuldigt. „Wir haben schlicht und einfach einen Fehler gemacht. Wir haben uns (beim Olympischen Komitee Nordkoreas, d.Red. ) entschuldigt und Schritte unternommen, um sicherzugehen, dass das nicht wieder passiert“, sagte Paul Deighton, Generalsekretär des Organisationskomitees LOCOG, BBC Radio: „Es war ein menschlicher Fehler. Ich kann versichern, dass es nicht wieder vorkommt.“

OK-Chef Sebastian Coe, der mit Cameron am Donnerstag in gleißender Sonne vor rund 100 Journalisten sprach, wollte dem nichts mehr hinzufügen.

Vor der Begegnung im Hampden Park waren auf den beiden Video-Wänden neben der nordkoreanischen Mannschaftsaufstellung und den Porträts der Spielerinnen Flaggen des verfeindeten Bruderstaats Südkorea gezeigt worden. Die Delegation Nordkoreas protestierte und weigerte sich zu spielen, ehe das Problem nicht gelöst würde. Sogar über einen kompletten Rückzug von den Spielen wurde teamintern diskutiert. Mit einer Stunde Verspätung konnte das Spiel schließlich angepfiffen werden.

Nordkoreas Trainer Gun Sin Ui betonte, er glaube nicht an ein Versehen, sondern an eine geplante Aktion der Gastgeber. „Wir waren wütend, weil unsere Spielerinnen präsentiert wurden, als seien sie Südkoreanerinnen. Das ist eine Sache, die uns sehr nahe geht. Der Sieg kann das nicht vergessen machen. Ich möchte betonen, dass das nicht geht. Wir hoffen, dass wir das in den nächsten Spielen nicht noch einmal erleben müssen“, sagte er.

SID

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