Erster Dopingfall in London

IOC mit klarer Botschaft: "Wir kriegen euch!"

London - Die Olympischen Spiele in London haben ihren ersten Dopingfall. Der albanische Gewichtheber Hysen Pulaku wurde positiv auf das anabole Steroid Stanozolol getestet.

Der albanische Gewichtheber Hysen Pulaku hat für den ersten Dopingfall der XXX. Olympischen Spiele gesorgt. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Samstag in London mitteilte, wurde der 19-Jährige am 23. Juli bei einer Trainingskontrolle auf das anabole Steroid Stanozolol getestet. Der EM-Sechste in der Gewichtsklasse bis 77 Kilogramm wurde mit sofortiger Wirkung von den Spielen ausgeschlossen. Über mögliche Sanktionen gegen den Athleten muss nun der Gewichtheber-Weltverband IWF entscheiden.

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"Das ist immer ein trauriger Tag, wenn ein Athlet, der betrügt, erwischt wird", meinte IOC-Sprecher Mark Adams. "Aber die Botschaft an die dopenden Athleten ist klar: Wir kriegen euch!" Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking hatte es 20 Dopingfälle gegeben.

Das IOC hat für die London-Spiele so viele Dopingtests wie noch nie bei Olympia angesetzt. Vom Tag der Öffnung des olympischen Dorfes (16. Juli) bis zum Schlusstag am 12. August sind etwa 5000 Tests geplant; dabei sollen 3800 Urin- und 1200 Blutproben untersucht werden. Für die anschließenden Paralympics sind 1250 Dopingtests geplant.

Immer mehr Dopingsünder werden bei "intelligenten" Zielkontrollen außerhalb von Wettkämpfen erwischt. Wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) kürzlich mitteilte, wurden in den drei Monaten vor dem 19. Juli bei weltweit 71 649 Tests schon 107 Sportler ertappt und bestraft. In London wird zudem erstmals ein effektiverer Test zum Nachweis des Wachtumshormons (HGH) eingesetzt.

 

dpa

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