Nach Becker-Coup

Coacht Edberg bald Federer?

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Stefan Edberg zählt zu den besten Serve-and-Volley-Spieler der Geschichte

Köln - Die Duelle zwischen Stefan Edberg und Boris Becker waren Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger legendär. Kommt es jetzt abseits des Platzes zu einer Neuauflage?

Ex-Profi Stefan Edberg kann sich eine Zusammenarbeit mit Tennisstar Roger Federer vorstellen. Der 47 Jahre alte Schwede, selbst zweimaliger Wimbledonsieger (1988, 1990), sagte dem Svenska Dagbladet: „Es gibt ein beidseitiges Interesse an einer Zusammenarbeit.“

Zuletzt hatte Edberg in Dubai eine Trainingswoche mit Federer absolviert. Der Schweizer schrieb daraufhin auf seiner Homepage: „Es war eine fantastische Zeit mit einem meiner Kindheitsidole.“

„Ich habe nie einen wirklichen Gedanken daran verschwendet, mal einen Spieler zu coachen, und wenn nun nicht gerade Federer gefragt hätte, wäre ich ehrlich gesagt überhaupt nicht interessiert gewesen“, sagte Edberg: „Es gilt nun für uns, Termine zu finden, an denen wir beide Zeit haben. Schaffen wir das, dann helfe ich ihm mehr als gerne.“

Edberg glaubt daran, dass der 32 Jahre alte Federer in Zukunft wieder bei großen Turnieren triumphieren kann: „Er ist ein großartiger Spieler, er kann definitiv noch mehr Grand-Slam-Titel gewinnen.“

Serve-and-volley-Spezialist Edberg soll Federers Angriffsspiel neue Impulse verleihen. „Er will ein paar neue Dinge ausprobieren“, sagte Edberg.

Im vergangenen Jahr hatte Federer erstmals seit elf Jahren kein Finale bei einem der vier Grand Slams erreicht. In Wimbledon war der 17-malige Majorsieger bereits in der zweiten Runde ausgeschieden und musste zwischenzeitlich um die Qualifikation zum ATP-Finale in London bangen. Erst im Saisonendspurt befand sich Federer auf dem Weg zurück zu alter Klasse.

Am Mittwoch hatte der Weltranglistenzweite Novak Djokovic überraschend Edbergs früheren Konkurrenten Boris Becker als neuen Cheftrainer verpflichtet.

SID

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