BMW fasziniert Fans und Konkurrenten

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Titelverteidiger Martin Tomczyk in seinem neuen BMW M3 DTM.

Hockenheim - Die DTM ist in Hockenheim erfolgreich in eine neue Ära gestartet. Nach 20 Jahren Pause hat vor allem Rückkehrer BMW die Erwartungen bei weitem übertroffen.

Prall gefüllte Tribünen, packender Motorsport und BMW als gefeierter Rückkehrer: Die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft hat gleich zum Saisonauftakt in Hockenheim volle Fahrt aufgenommen und einen fantastischen Start in eine neue Ära hingelegt. 71.000 Fans, so viele wie nie zuvor bei einem DTM-Auftaktrennen, waren gekommen, um nach 20 Jahren das Comeback des blau-weißen BMW-Propellers zu zelebrieren. Selbst die Platzhirsche Audi und Mercedes waren beeindruckt.

„Ich bin mit unserem Comeback sehr zufrieden. Die DTM ist kein Ponyhof. Wir hatten ein gutes Wochenende“, sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt und fügte hinzu: „Mit unserem Erfolg im Qualifying hatten wir nicht gerechnet. Es war uns klar, dass das Rennen etwas anders wird. Aber die Pace ist da und das Auto über die Renndistanz gut.“

Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug lobte den neuen alten Rivalen aus München über den grünen Klee. „Der Motor von BMW ist ein Pfund. Sie haben gekonnt tiefgestapelt, aber ich bin nicht darauf hereingefallen. Insgesamt hat BMW einen tollen Sixpack“, meinte Haug mit Blick auf die sechs BMW-Piloten und bezeichnete die DTM mit ihren neuen Autos und dem neuen Reglement als „Hammer-Serie“. Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich sprach von einem „fabelhaften Start“ vor einer „tollen Zuschauerkulisse“.

BMW-Welt: Ein Magnet für Millionen

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Beim ersten echten Kräftemessen auf dem Hockenheimring hatte BMW vor allem im Zeittraining am Samstag überrascht und mit gleich vier Fahrzeugen den Sprung in die Top 10 der Startaufstellung geschafft. Im Rennen am Sonntag lief es dagegen weniger glücklich. Mit dem sechsten Platz holte lediglich der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx Punkte - und auch er hatte beim 100. Mercedes-Doppelsieg der DTM-Geschichte durch die beiden Briten Gary Paffett und Jamie Green nicht den Hauch einer Chance.

Etwas Pech im Rennen

Seine Teamkollegen Bruno Spengler (Kanada) und Martin Tomczyk (Rosenheim) dagegen hatten ebenso wie der überraschend von Position drei gestartete Dirk Werner (Hannover) im Rennen viel Pech. Für den Ex-Mercedes-Piloten Spengler und den von Audi gekommenen Titelverteidiger Tomczyk kam nach unverschuldeten Kollisionen schon frühzeitig das Aus. Werner, der zusammen mit seinem Schnitzer-Teamkollegen Spengler vom Mercedes des früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher gerammt wurde, büßte durch den daraus resultierenden Dreher alle Chancen auf Punkte ein und belegte am Ende Platz 17.

Dennoch fiel Marquardts Gesamtbilanz durchweg positiv aus. „Niemand wusste genau, wie das Kräfteverhältnis zum Start der neuen DTM-Ära aussehen würde. Das unerwartet starke Qualifying und der gute sechste Platz von Andy sind eine tolle Bestätigung für die harte Arbeit unserer gesamten Mannschaft“, sagte der 44-Jährige.

Beim zweiten Rennen schon am kommenden Sonntag auf dem Lausitzring (14.00 Uhr/ARD) sei es nun wichtig, den guten Start zu bestätigen und zu beweisen, dass BMW auch auf den anderen Strecken konkurrenzfähig ist. „Hoffentlich bekommen wir die Autos pünktlich zum Rennen in der Lausitz alle wieder hin“, meinte Marquardt mit Blick auf die zahlreichen havarierten BMW M3: „In den kommenden fünf Tagen haben wir viel Arbeit vor uns.“

Von Pierre Klein, SID

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