DSV-Adler: Platz drei zum Auftakt der Team-Tour

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Severin Freund springt von der Mühlenkopfschanze in Willingen den Zuschauern entgegen.

Willingen - Deutschlands Skispringer sind mit dem erhofften Podestplatz in die Team Tour gestartet. Beim Team-Weltcup in Willingen kam das DSV-Quartett am Samstag auf den dritten Rang.

Im Tollhaus Willingen haben Deutschlands Skispringer einen gelungenen Start in die Team Tour gefeiert und für Hochstimmung unter den Fans gesorgt. Das DSV-Quartett mit Maximilian Mechler, Andreas Wank, Severin Freund und Richard Freitag kam am Samstag beim Team-Weltcup hinter Norwegen und Österreich auf den dritten Rang. “Schön, dass wir auf dem Podest stehen. Das haben wir in dieser Saison noch nicht geschafft. Diesen Einstieg haben wir uns gewünscht. Deshalb war es ein richtig guter Wettkampf“, jubelte der überragende Severin Freund.

Der Bayer flog im ersten Durchgang unter dem Jubel der 13 253 Fans auf die Tagesbestweite von 145,5 Meter und legte im Finale 138 Meter nach. Damit unterstrich er seine Ambitionen auf eine Top-Platzierung im Einzelwettbewerb am Sonntag (14.45 Uhr). “Ich werde dort weitermachen, wo ich heute aufgehört habe“, versprach Vorjahressieger Freund.

In einem spannenden Duell mit Japan hatte die deutsche Mannschaft mit 1,9 Punkten Vorsprung knapp die Nase vorn. An der Spitze waren die Norweger mit 999,2 Zählern eine Klasse für sich: Sie distanzierten den Weltmeister und Olympiasieger Österreich (976,3) überraschend deutlich.

Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Michael Neumayer rückte Mechler als Startspringer ins deutsche Team, doch der 28-Jährige konnte nicht für die erhoffte Initialzündung sorgen. Vielmehr mussten seine Kollegen nach zwei kurzen Sprüngen des Allgäuers auf 118 Meter in beiden Durchgängen gleich einem Rückstand hinterherlaufen.

Wank, der auf 135 und 134,5 Meter kam, verkürzte den Abstand für das Schuster-Team jeweils und empfahl sich als feste Größe für die Skiflug-WM in knapp zwei Wochen in Vikersund. “Ich bin mit meinen Sprüngen aber nicht ganz zufrieden. Da fehlt noch ein Stückchen“, sagte der Oberhofer, der sich auch von einem nervösen Augenzucken nicht aus dem Rhythmus bringen ließ. “Das habe ich seit einer Woche“, berichtete Wank.

Ausgerechnet der in der Qualifikation mit 149 Metern überragende Freitag lieferte einen Wettkampf mit Licht und Schatten ab. Im ersten Versuch patzte der 20-Jährige mit 129,5 Metern. “Ich bin mir ein bisschen auf den Ski gestiegen. Da kann man dann nicht ordentlich fliegen. Das ist ein altes Problem und ärgerlich“, erklärte Freitag. Im Finale machte der Sachse mit 137,5 Metern den Podestplatz dann aber perfekt.

dpa

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