Nowitzki kommt ins Rollen - und vielleicht nach Berlin

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Dirk Nowitzki (Archivfoto)

Dallas - Dirk Nowitzki hat seine Schwächephase endgültig überwunden und kommt im Trikot der Dallas Mavericks immer besser in Fahrt.

Nach der Nominierung für das Allstar-Game kam dem deutschen Basketballstar bei den Siegen gegen die Minnesota Timberwolves und die Portland Trail Blazers wie zu allerbesten Zeiten die Schlüsselrolle im Meisterteam zu. Gut möglich, dass der 33-Jährige sein Können in einigen Monaten auch wieder einem deutschen Publikum präsentiert. Dallas ist offenbar ein heißer Kandidat für die Europa-Tour der NBA, die neben einem Spiel in Barcelona auch einen Auftritt in Berlin vorsieht.

Entschieden hat die Liga in dieser Angelegenheit noch nichts, Nowitzki muss sich vorerst also keine Gedanken darüber machen, ob er Freunden und Familie Eintrittskarten für ein Vorbereitungsspiel zur nächsten Saison besorgen muss. Derzeit kommt es vor allem darauf an, den Erfolgskurs der vergangenen Woche zu halten - nach drei aufeianderfolgenden Siegen sind die Mavericks im Westen wieder Vierter.

„Dirk hat großartig gespielt, besonders am Anfang und am Ende“, lobte Mavs-Headcoach Rick Carlisle den elfmaligen Allstar nach dem 104:97-Erfolg in Minnesota. „Er hat uns unter dem Korb Präsenz verschafft.“ Mit 33 Punkten erzielte Nowitzki gegen die Timberwolves seine Saisonbestmarke.

Deutlich enger ging es am Samstag vor heimscher Kulisse beim Wiedersehen mit Portland zu. Erst nach zweimaliger Verlängerung setzte sich Dallas im Krimi gegen den Erstrunden-Gegner der vergangenen Play-offs mit 97:94 durch. Vor allem Dank Nowitzki.

Der Würzburger war mit 20 Punkten und neun Rebounds bester Werfer seiner Mannschaft, außerdem erzielte Deutschlands Sportler des Jahres 16,9 Sekunden vor dem Ende mit einem seiner berühmten „fadeaway jumper“ den entscheidenden Korb. Nowitzki punktet mehr als ordentlich und übernimmt in entscheidenden Phasen die Verantwortung, der schwache Saisonstart ist vergessen.

Neben der Tatsache, dass Nowitzki endlich wieder der wertvollste Spieler in Dallas ist, gab es beim Titelverteidiger weitere gute Nachrichten. Spielmacher Jason Kidd ist nach seiner Verletzungspause zurück. „Wir haben ihn vermisst“, sagte Forward Lamar Odom: „J-Kidd ist unser Quarterback, er weiß, wie er die Jungs zum Werfen bekommt, und kann das Tempo kontrollieren.“ Der 38-jährige Kidd hatte wegen Wadenproblemen sechs Spiele verpasst.

Auch Shawn Marion ist nach zwischenzeitlichen Knieproblemen und einigen schwächeren Spielen wieder voll auf der Höhe. „Es geht mir viel besser. Ich hatte eine ganze Weile Schmerzen“, sagte der Forward. Marion ist mit durchschnittlich 11,9 Punkten hinter Nowitzki (18,3) und Jason Terry (15,0) drittbester Scorer des Teams.

In der kommenden Woche sind die Mavericks viermal im Einsatz. Zu Hause geht es am Montag gegen die Los Angeles Clippers und am Mittwoch gegen die Denver Nuggets. Freitag steht ein Auswärtsspiel bei den Philadelphia 76ers auf dem Programm, am Sonntag warten im Madison Square Garden die New York Knicks.

sid

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