Dreifachsieg für deutsche Rennrodlerinnen

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Natalie Geisenberger

Oberhof - Dreifachtriumph bei den Frauen, Doppelsieg bei den Doppelsitzern: Das deutsche Rodelteam hat seine „Festung“ Oberhof zum Auftakt des Heim-Weltcups erfolgreich verteidigt.

Die internationale Konkurrenz sah auf der anspruchsvollen Bahn wie schon in den vergangenen Jahren keinen Stich.

Bei den Frauen sicherte sich Natalie Geisenberger (Miesbach) den Sieg vor Olympiasiegerin Tatjana Hüfner (Friedrichroda/+0,247) und der Oberwiesenthalerin Anke Wischnewski (+0,664). Für Geisenberger, die in beiden Durchgängen Bahnrekorde aufs Eis zauberte, war es der zweite Erfolg in diesem Winter und der insgesamt neunte Weltcupsieg in ihrer Karriere. Hüfner, die zuvor viermal in Folge in Oberhof triumphiert hatte, behauptete jedoch ihre Führung in der Gesamtwertung.

Einzig die Kanadierin Alex Gough konnte mit den deutschen Athletinnen einigermaßen mithalten. Sie wurde am Ende Vierte (+0, 725) noch vor der Winterbergerin Corinna Martini (+0,858).

Bei den Doppelsitzern setzten sich Toni Eggert/Sascha Benecken im teaminternen Duell gegen die favorisierten Weltcupgesamtsieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Königssee/Berchtesgaden) dank Bestzeiten in beiden Läufen mit einem Vorsprung von 0,231 Sekunden durch. „Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte Eggert nach dem größten Erfolg seiner Karriere: „Oberhof ist eine sehr spannende Bahn, die keine Fehler verzeiht, und wir haben die wenigsten Fehler gemacht.“

Dritte wurden die österreichischen Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger (+0,655), die ihre Führung in der Gesamtwertung vor Wendl/Arlt behaupteten. Rang sieben belegte das deutsche Duo Ronny Pietrasik/Christian Weise (Altenberg/Oberwiesenthal).

Zuletzt war es den italienischen Doppelsitzern Christian Oberstolz/Patrick Gruber im Januar 2007 gelungen, die deutschen Athleten in Oberhof zu besiegen.

Abseits der Eisrinne sorgte Co-Trainer Georg Hackl für Aufsehen. Der dreimalige Rodel-Olympiasieger ist bei einem heftigen Streit am 9. Januar nach eigenen Angaben von seinem Nachbarn mit einer Eisenstange attackiert und am Kopf verletzt worden. Doch auch Hackl wurde von seinem Nachbarn angezeigt, weil der sich angeblich eine Schulterverletzung zuzog. Der Streit wurde ausgelöst, als die Rodel-Ikone beim Schneeräumen den Schnee auf das Grundstück des Nachbarn schippte.

„Er ist mit einer spitzen Eisenstange auf mich los, ich hatte nicht damit gerechnet, dass er damit zuschlägt. Er tat es doch! Ich habe eine Platzwunde an der linken Kopfseite erlitten, die im Krankenhaus genäht werden musste“, sagte Hackl der Bild-Zeitung.

sid

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