Doppel-Dopingkontrolle bei Pechstein

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Claudia Pechstein bekam binnen vier Stunden zwei Mal Besuch von den Dopingkontrolleuren der WADA.

Heerenveen - Claudia Pechstein hat am Mittwoch innerhalb von vier Stunden zweimal Besuch von Doping-Kontrolleuren bekommen.

Einen Tag vor der Einzelstrecken-WM der Eisschnellläufer in Heerenveen kontrollierten um 06.00 Uhr zunächst die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA und um 10.00 Uhr der Weltverband ISU die fünfmalige Olympiasiegerin aus Berlin.

“Es gibt sicherlich Angenehmeres als sich einen Tag vor dem WM-Start zweimal innerhalb von vier Stunden eine Nadel in die Vene stecken und Blut abzapfen zu lassen. Vor dem wichtigsten Wettkampf der Saison spielt in der Vorbereitung jede Kleinigkeit eine Rolle“, beklagte sich die 40-Jährige, die bereits vor und während dem Weltcup-Finale in Berlin sechsmal in zwölf Tagen getestet worden war.

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Es spreche Bände, dass ausgerechnet die deutschen Kontrolleure morgens um sechs im Hotel stehen und einen deutschen Athleten aus dem Bett holen, meinte Pechstein. “Das Beste daran ist, dass sie extra für mich gekommen sind und keinen anderen deutschen Athleten getestet haben. Es ist schon erstaunlich, welche Wertschätzung ich genieße“, sagte Pechstein der Nachrichtenagentur dpa.

“So sieht heutzutage also intelligenter Anti-Dopingkampf aus. Einerseits jammert die NADA über zu wenig Geld, anderseits reist sie extra nach Heerenveen, um einen einzigen deutschen Athleten zu testen“, erklärte Pechstein-Manager Ralf Grengel. “Diese Kosten sind nur entstanden, weil man nicht in der Lage war, sich im Vorfeld einer WM mit dem Weltverband abzustimmen. Und die Leidtragende ist einmal mehr Claudia“, kritisierte er.

dpa

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