Dopfer und Neureuther überzeugen in Alta Badia

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Felix Neureuther lieferte in Alta Badia einen starken zweiten Lauf

Alta Badia - Die deutschen Ski-Rennläufer haben ihren Höhenflug im Riesenslalom fortgesetzt. Sowohl Felix Neureuther als auch Fritz Dopfer konnten sich im zweiten Lauf deutlich steigern.

Die „Riesen“-Asse des Deutschen Skiverbandes (DSV) haben ihren Höhenflug fortgesetzt, doch der beinahe „außerirdische“ Ted Ligety war auch für Fritz Dopfer und Felix Neureuther unerreichbar. Während der Amerikaner in Alta Badia beim vierten Weltcup-Riesenslalom der Saison seinen dritten Triumph feierte, überzeugten Dopfer und Neureuther auf den Plätzen vier und sieben. Nur Stefan Luitz, in der Vorwoche noch sensationell Zweiter, landete unsanft: Der 20-Jährige schied bereits im ersten Lauf aus.

„Das ist sehr, sehr wichtig, auch für den Kopf, und ein Gefühl der Bestätigung. Ich habe vorher ziemlich an mir gezweifelt“, sagte Dopfer nach seinem besten Saisonergebnis. Auch Neureuther war „sehr zufrieden“ - er war nur einmal besser im „Riesen“, am vergangenen Sonntag als Vierter in Val d'Isere. „Das waren zwei ganz normale Läufe, ohne großartig viel Riskio“, ergänzte er, und deutete Luft nach oben für den Slalom am Dienstag in Madonna di Campiglio an.

Dabei hatten die deutschen Starter nach dem ersten Durchgang noch mit der extrem eisigen Piste „Gran Risa“ gehadert. „Ich habe zu früh den Schwung angezogen. Das stinkt mir, aber es gehört dazu“, sagte Luitz über sein Missgeschick nach rund 30 Fahrsekunden. Neureuther, zu diesem Zeitpunkt Elfter, meinte, er habe sich „einschüchtern lassen“ von der Piste, die so hart gewesen sei, wie er es „fast noch nie“ erlebt habe: „Ich Depp, ich hab a bissl zu wenig Gas gegeben.“ Und Dopfer, 15., sah sogar ein grundsätzliches Problem: „Es ist im Moment ziemlich viel Kampf, ziemlich viel liegt am Kopf.“

Doch dann zauberte der Garmischer die drittbeste Laufzeit in den Dolomiten-Schnee. Von der „Leader“s-Box„ aus sah er immer breiter grinsend zu, wie Fahrer um Fahrer zurückfiel. Erst Thomas Fanara aus Frankreich knackte Dopfers Gesamtzeit und wurde Dritter. Ligety, der vor dem finalen Lauf unglaubliche 2,40 Sekunden vor Marcel Hirscher lag, rettete komfortable 2,04 Sekunden auf den Österreicher.

`Ted muss man außen vor lassen, nach ihm beginnt ein ganz anderes Rennen“, sagte Neureuther zur Überlegenheit des Amerikaners. Nur in Val d'Isere, wo Ligety Dritter war, stand der 28-Jährige nicht ganz oben. „Die anderen sind auch schnell und sie haben Chancen, mich zu schlagen. Aber es läuft einfach sehr gut für mich“, sagte Ligety.

Für das von Verletzungen dezimierte deutsche Speed-Team lief es derweil am Samstag bei der stark vom Wetter beeinflussten Abfahrt in Gröden nicht nach Wunsch. Philipp Zepnik, Sportsoldat aus Halblech, belegte bei seinem zweiten Weltcup-Einsatz immerhin Rang 21 - auch, weil er wesentlich bessere Bedingungen vorfand als viele Favoriten. Andreas Sander aus Ennepetal erreichte beim Überraschungssieg von Steven Nyman (USA) mit Platz 25 sein bestes Saisonergebnis, Stephan Keppler (Ebingen) kämpfte sich bei Schneefall auf Rang 32.

„Ich habe oben mitbekommen, dass da noch viele Junge reingefahren sind“, erzählte Zepnik, der als Viertletzter ins Rennen ging. „Mein Servicemann hat gesagt: “Wenn du jetzt nicht riskierst...'„. Zepnik tat dies - und war auf der verkürzten `Saslong“ nur 1,19 Sekunden langsamer als Nyman. Er habe von den besseren Verhältnissen stark profitiert, gab Zepnik offenherzig zu, „aber man muss es auch erst runterbringen“. Sander dagegen ärgerte sich über eine „verpasste Chance“: als 37. war er kurz vor Nyman (Nummer 39) gestartet.

sid

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