Dopfer fährt erneut in die Top Ten

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Fritz Dopfer im ersten Lauf

Alta Badia - Skirennfahrer Fritz Dopfer vom SC Garmisch hat im Riesenslalom von Alta Badia seine dritte Top-Ten-Platzierung binnen zwei Wochen erreicht.

Fritz Dopfer ist endgültig in der Riesenslalom-Weltspitze angekommen. Der Garmischer, der zuletzt mit den Rängen drei und sieben in Beaver Creek hatte aufhorchen lassen, fuhr als Siebter in Alta Badia (Italien) zum dritten Mal binnen 15 Tagen unter die Weltbesten.

Nach einer „richtig schlechten“ Fahrt, wie er selbstkritisch anmerkte, war Dopfer als 19. ins Finale gegangen. Doch mit der Marschroute „einfach Gas geben“ und einem couragierten zweiten Durchgang kämpfte er sich nach vorne. „Der zweite Lauf ist um einiges besser gegangen. Darauf kann ich aufbauen, der war gut fürs Selbstvertrauen“, sagte Dopfer lächelnd. Mit der zweitbesten Zeit war er im Finale genau so schnell wie der Italiener Massimiliano Blardone, der auf seiner Hausstrecke seinen sechsten Weltcup-Sieg feierte.

Dopfer lag letztlich 1,36 Sekunden hinter Blardone, der sich seinen dritten Sieg im Hochabteital sicherte. Zweiter wurde der Österreicher Hannes Reichelt (0,35 Sekunden zurück) vor seinem Teamkollegen Philipp Schörghofer (0,57). Stefan Luitz (Bolsterlang) stürzte im ersten Lauf. Felix Neureuther (Partenkirchen) hatte mit Rücksicht auf sein lädiertes Knie auf einen Start verzichtet, will aber wie Dopfer den Slalom am Montag in Alta Badia fahren.

Dann hofft Dopfer zumindest skifahrerisch auf eine Steigerung. Lauf eins sei „keine gute Leistung“ gewesen, betonte er: „Ich habe nie einen Rhythmus gefunden. Das war ganz klar mein Fehler.“ Doch beim zweiten Mal kam ihm die Kurssetzung entgegen. „Ich habe viel schneller gezogen“, sagte er - und dafür wurde er belohnt. Minutenlang durfte er sich in der sogenannten Leader-Box sonnen. Ob Didier Defago, Bode Miller oder Benjamin Raich - allesamt Olympiasieger und nach Dopfer gestartet - keiner kam an ihn heran. Auch Ivica Kostelic, der Gesamtweltcupsieger aus Kroatien, war nicht stark genug.

In Stephan Keppler hatte bereits am Samstag ein deutscher Ski-Rennläufer Platz sieben belegt - allerdings wurde die Abfahrt in Gröden nach 21 Startern abgebrochen und nicht gewertet. Das Rennen könnte einen Tag vor Silvester in Bormio nachgeholt werden, wo die Abfahrt am 29. Dezember gesichert ist.

Neben dem in Führung liegenden Franzosen Johan Clarey war Keppler nicht so glücklich über die Entscheidung von Renndirektor Günter Hujara. Nicht, weil der Ebinger sie nicht hätte nachvollziehen können - angesichts der weggewehten Banner und querliegenden Richtungstore war daran nicht zu rütteln. Keppler grummelte, weil er seinem besten Weltcup-Ergebnis in der Königsdisziplin entgegensah, als Hujara abwinkte. Doch auch der Speed-Spezialist wusste: „Es ist natürlich wegen des Windes, dass ich noch so weit vorne bin.“

Immer wieder auffrischende Böen hatten Hujara schon gezwungen, die Strecke zu verkürzen. Die widrigen Verhältnisse prägten den Rennverlauf dennoch von Beginn an. Als Didier Cuche (Startnummer 18), einer der besten Abfahrer der jüngeren Vergangenheit, vom Winde verweht wurde, unterbrach Hujara zunächst das Rennen für über eine halbe Stunde. Doch auch die folgenden drei Starter wurden „verblasen“, der Abbruch war unvermeidlich.

Alpindirektor Wolfgang Maier, der auf der Strecke in Hujaras Nähe stand, nannte die Entscheidung „im Sinne der Sicherheit gut. Von uns gibt es keine Kritik.“ Dennoch fand er es „schade“, dass es letztlich kein Ergebnis gab - wegen Keppler, aber auch wegen Tobias Stechert (Oberstdorf), der nach starken Trainingsleistungen als Startnummer 32 gar nicht erst fahren durfte.

sid

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