Deutsches Olympia-Aus

Österreich feiert "Eishockey-Cordoba"

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Das Österreicher Team feiert den Sieg

Wien - Das Aus der deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in der Olympia-Qualifikation gegen Österreich am Sonntag sorgt am Tag danach für hämische Kommentare in der Nachbarrepublik.

„Seit gestern ist Bietigheim wirklich das Córdoba in Österreichs Eishockey, Markus Peintner so etwas wie Hans Krankl 1978“, schrieb die „Kronen Zeitung“ am Montag in Anlehnung an das 3:2 Österreichs gegen Deutschland 1978 bei der Fußball-WM in Argentinien.

Am Sonntag hatten Östereichs Eishockeyspieler in Bietigheim-Bissingen zwar 2:3 nach Verlängerung gegen Deutschland verloren. Um die 20. Olympia-Teilnahme perfekt zu machen, hätte Deutschland aber in regulärer Spielzeit gewinnen müssen. Das Tor zum 2:2-Ausgleich, das Österreich in die Verlängerung rettete und damit das Ticket für Sotschi bescherte, hatte Markus Peintner erzählt.

„Der 10. Februar ist ab sofort ein Feiertag im österreichischen Eishockey. Denn an diesem Tag setzte sich Österreich im direkten Duell um einen Platz bei den Olympischen Spielen gegen Deutschland durch. Ausgerechnet gegen den Lieblingsgegner“, schrieb der „Kurier“.

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Die deutschen NHL-Profis haben derweil mit großer Enttäuschung auf das überraschende Olympia-Aus reagiert. „Ich hätte gerne zum vierten Mal an Olympischen Spielen teilgenommen“, sagte Dennis Seidenberg von den Boston Bruins. „So geht unserem Sport jetzt jede Menge Werbung verloren.“ Auch Superstar Christian Ehrhoff von den Buffalo Sabres sorgt sich um das Renommee des Eishockeys in Deutschland: „Die Nicht-Qualifikation ist ein großer Imageschaden für das deutsche Eishockey, denn Olympia ist die größte Bühne, auf der man sich präsentieren kann.“

dpa

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