Deutscher wegen Schwarzhandels angeklagt

London - Erste Festnahmen bei Olympia: Ein 57 Jahre alter Deutscher und eine 30-jährige Slowakin sind bei den Olympischen Spielen in London wegen Schwarzhandels angeklagt worden.

Die beiden gehören zu insgesamt 16 Personen, die an den ersten beiden Tagen der Spiele von der Londoner Polizei verhaftet worden waren. Das erklärte Nick Downing, Chef einer Sonderabteilung der London Metropolitan Police.

Der Deutsche und die Slowakin waren am Freitag wie drei andere Personen im Vorfeld der Eröffnungsfeier festgenommen worden. Am Samstag verhaftete die Polizei rund um den Olympic Park sowie in Wimbledon elf weitere Personen wegen des Verdachts, Eintrittskarten zu überteuerten Preisen weiterverkauft zu haben.

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„Schwarzhandel ist illegal und eine eindeutige Ausbeutung derer, die die Spieler aus erster Hand erleben wollen. Wir haben und wir werden weiter harte Maßnahmen gegen jeden ergreifen, der auf diese Weise versucht, mit den Spielen Geld zu machen“, sagte Downing.

Zugleich warnte er trotz des Frustes über ausverkaufte Wettkämpfe und dennoch teilweise leere Zuschauerränge jeden Olympia-Fan davor, Tickets von Schwarzhändlern zu kaufen. „Ich würde jedem raten, es sich zweimal zu überlegen, Tickets von diesen Kriminellen zu kaufen. Wenn man es doch tut, zahlt man selbst drauf und unterstützt auch noch die Kriminalität“, sagte er.

sid

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