Deutsche Handballer entzaubern Dänemark

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Dänemarks Lasse Boesen (l) scheitert an der Deutschlands Lars Kaufmann und Uwe Gensheimer (r).

Flensburg - Die Generalprobe ist geglückt, die WM-Playoffs können kommen: Einen Tag nach dem 25:25-Remis in Dänemark feierte das DHB-Team im zweiten Duell gegen den Europameister einen ungefährdeten 33:26 (16:12)-Erfolg.

Damit blieb der EM-Siebte auch im vierten Spiel in Serie ungeschlagen und geht mit viel Selbstvertrauen in die WM-Qualifikationspiele im Juni gegen Bosnien-Herzegowina.

Beste deutsche Werfer vor 5300 Zuschauern in der ausverkauften Campushalle in Flensburg waren Adrian Pfahl, Steffen Weinhold und Uwe Gensheimer mit jeweils fünf Toren. Für die Dänen trafen Thomas Mogensen und Michael Knudsen am häufigsten (je 5).

Heuberger nominierte im Gegensatz zum Vortag wieder Linksaußen Dominik Klein. Nachdem der Kieler am Karfreitag noch im Perspektiv-Team ausgeholfen hatte, durfte er am Samstag wieder in der ersten Mannschaft ran. Nicht eingreifen konnte hingegen Oliver Roggisch. Der Abwehrchef hatte sich im ersten Spiel eine Blockade im Rücken zugezogen.

Die Auswahl des deutschen Handball-Bundes (DHB) startete wie am Vortag furios. Die 6:0-Abwehr stand sicher und die Angriffe wurden überlegt vorgetragen. Während Stefan Kneer als Roggisch-Ersatz im Mittelblock die Defensive zusammenhielt, machte sich vorne vor allem die Rückkehr von Kreisläufer Christoph Theuerkauf positiv bemerkbar. Der Kreisläufer, der am Freitag noch wegen einer Prellung im rechten Ellenbogengelenk nicht hatte spielen können, war ständiger Unruheherd in der dänischen Deckung und erzielte allein im ersten Durchgang vier Treffer.

Zudem funktionierte das deutsche Tempospiel im ersten Durchgang wie am Schnürchen. Durch schnelle Gegenstöße erzielte zunächst Linksaußen Uwe Gensheimer das 8:5 (13.), kurze Zeit später schraubte sein Pendant auf rechts, Markus Richwien, das Ergebnis auf 11:6 (16.).

Das dänische Spiel litt hingegen zunächst unter dem verletzungsbedingten Fehlen von Superstar Mikkel Hansen. Weil der Welthandballer, der im ersten Spiel noch bester Torschütze seines Teams gewesen war, aufgrund einer Oberschenkel-Verletzung ausfiel, spielte der Flensburger Thomas Mogensen im dänischen Rückraum zunächst den Alleinunterhalter.

Wie am Karfreitag, als das Team von Trainer Ulrik Wilbek innerhalb kürzester Zeit aus einem Sechs-Tore-Rückstand ein Remis gemacht hatte, erwischte Dänemark den besseren Start in Durchgang zwei. Dass die Skandinavier nach dem 16:19 (38.) allerdings zunächst nicht näher herankamen, lag vor allem an Torhüter Silvio Heinevetter. Der Berliner, der für den im ersten Spiel überragenden Carsten Lichtlein im Tor stand, parierte mehrfach glänzend.

Zudem machten sich Heubergers Wechselspiele bezahlt. Durch Tore von Patrick Wiencek, Klein und Adrian Pfahl enteilte die deutsche Mannschaft bereits zwölf Minuten vor dem Ende vorentscheidend auf 27:20. Vor allem Pfahl empfahl sich mit seinen Treffern für einen Platz in der Stammsieben.

Die beiden Vergleiche mit Dänemark waren die letzten Tests, bevor es im Sommer in zwei Partien gegen Bosnien-Herzegowina um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Januar 2013 in Spanien geht. Das Hinspiel findet am 9. Juni in Stuttgart statt, das Rückspiel am 17. Juni in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo.

Eine durchweg positive Bilanz konnte unterdessen die neu gebildete deutsche Perspektiv-Auswahl ziehen. Nach dem 26: 24-Premieren-Sieg vom Vortag feierte das Team von Co-Bundestrainer Frank Carstens auch in seinem zweiten Länderspiel am Samstag einen 28:26 (14:10)-Erfolg im Duell der B-Nationalmannschaften gegen Dänemark. Bester Torschütze war in beiden Spielen Rückraumspieler Cornelius Maas vom TV Großwallstadt.

SID

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