Zu viele Fehler in Östersund

Deutsche Biathletinnen verpassen Podest

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Die deutsche Biathletin Andrea Henkel.

Östersund - Der Wind war diesmal beherrschbar. Dennoch leisteten sich die deutschen Biathletinnen zu viele Fehler und konnten somit im Einzel von Östersund nicht um die Podestplätze mitkämpfen.

Die deutschen Biathletinnen sind solide ins erste Einzelrennen der olympischen Saison gestartet, am Ende aber leer ausgegangen. Die insgesamt 16 Fehler der fünf Skijägerinnen waren in dem Weltklassefeld einfach zu viel, um am Donnerstag im schwedischen Östersund einen Podestplatz zu belegen. Andrea Henkel kassierte im Klassiker über 15 Kilometer für drei Schießfehler drei Strafminuten und landete beim Sieg der Tschechin Gabriela Soukalova als beste Deutsche auf Rang zehn.

Henkel hatte am Ende Rückstand von 1:30 Minuten

Henkel hatte am Ende einen Rückstand von 1:30 Minuten auf die mit zwei Fehlern belastete Siegerin. Rang zwei ging an die Slowakin Anastasija Kuzmina vor Marie-Laure Brunet aus Frankreich. Franziska Hildebrand (2 Fehler/+ 1:39,8 Minuten) wurde 13., Laura Dahlmeier mit nur einem Fehler 14. (+ 1:41,5). Evi Sachenbacher-Stehle (5 Fehler) belegte mit einem Rückstand von 2:34,9 Minuten Rang 25. Weltcup-Debütantin Franziska Preuß (5/+ 4:23,9) landete auf Position 44. Die im Mai nach einem Radunfall schwer verletzte Miriam Gössner wurde geschont und soll im Sprint am Freitag starten.

„Ich denke mal, unser Auftakt war nicht so schlecht. Nach dem ersten Rennen können wir sagen, wir sind dabei“, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Nachdem am Mittwochabend der Sturm für einen Rennabbruch sorgte, waren die Windbedingungen tags darauf absolut beherrschbar. Der Neuschnee über Nacht hatte aber die Pistenverhältnisse erheblich verändert, die Strecke wurde langsamer.

Langsamer wurde auch Routinier Andrea Henkel auf ihren letzten Metern und verlor deutlich Zeit auf die Konkurrenz. Vor allem aber haderte die 35-Jährige, die die letzten beiden Vorbereitungsrennen gewonnen hatte, mit ihren Schießeinlagen. „Zwei Fehler waren nicht notwendig. Zudem habe ich mich nicht so frisch gefühlt, die Schlussrunde hat wehgetan“, resümierte Henkel.

Vor allem deutsche Fans sorgten für Stimmung

Auf den nur spärlich gefüllten Zuschauerrängen sorgten vor allem die deutschen Fans für Stimmung. Und sie staunten einmal mehr vor allem über Laura Dahlmeier. Die 20-Jährige setzte nur einen ihrer 20 Schüsse daneben und machte da weiter, wo sie in der vergangenen Saison aufgehört hatte. „Mit dem Schießen bin ich sehr zufrieden, aber beim Laufen hat meine Muskulatur zugemacht und ich konnte die Leistung nicht so abrufen“, meinte die Senkrechtstarterin des deutschen Teams.

Solide war auch Franziska Hildebrand unterwegs. Nachdem sie im Sommer aus dem Weltcup-Kader geflogen war, hatte sie sich wieder ins Team zurückgekämpft: „Das war ein ordentliches Rennen, aber der eine Liegendfehler ärgert mich schon besonders.“

Evi Sachenbacher-Stehle lieferte einen Tag nach ihrem 33. Geburtstag hinter Darja Domratschewa aus Weißrussland und der Weltcup-Gesamtsiegerin Tora Berger aus Norwegen die drittbeste Laufzeit ab. „Das Laufen passt. Das Liegendschießen geht auch ganz gut, nur stehend muss es besser werden. Da denke ich einfach zu viel“, analysierte die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin.´

dpa

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