DEL-Playoffs

Titelfavorit vor Aus - Meister mit Ausgleich

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Mannheims Torhüter Dennis Endras zieht den Helm ab. Dem Titelfavoriten droht überraschend das Playoff-Aus.

Berlin - Vizemeister Mannheim steht nach der dritten Pleite gegen Überraschungsteam Wolfsburg mit dem Rücken zur Wand. Köln und Krefeld führen in der Serie 3:1. Der Meister ist zurück im Rennen.

Hauptrunden-Sieger Adler Mannheim steht in der deutschen Eishockey-Meisterschaft vor dem frühen Aus. Die Kurpfälzer unterlagen am Dienstag bei den Grizzly Adams Wolfsburg 0:3 und liegen in der Best-of-Seven-Serie 1:3 hinten. Der Underdog aus der VW-Stadt kann am Donnerstag mit einem Sieg in Mannheim den sensationellen Einzug ins Halbfinale perfekt machen. Die Eisbären aus Berlin glichen in der bislang so turbulent verlaufenen Serie gegen die Hamburg Freezers zum 2:2 aus. Der Meister gewann in der Hansestadt 3:2 nach Verlängerung.

Neben den Wolfsburgern haben auch die Kölner Haie und die Krefeld Pinguine beste Chancen auf die Runde der letzten Vier. Die Kölner siegten nach ihrem 5:0-Heimsieg auch in der Halle der Straubing Tigers deutlich mit 6:3. Krefeld gewann ebenfalls auswärts beim ERC Ingolstadt klar mit 5:2.

Endras rettet Adler vor hohem Rückstand

Die Wolfsburger und Mannheimer tasteten sich zunächst ab und lauerten auf Fehler des Gegners. Der zweikampfstärkere Außenseiter ging dank Aleksander Polaczek mit einer 1:0-Führung in die Drittelpause. Auch danach ließen die Adler die körperliche Präsenz vermissen. Nationaltorwart Dennis Endras verhinderte einen höheren Rückstand.

Im Schlussabschnitt kam Mannheim stärker auf. Doch als die Adler dem Ausgleich näher kamen, schlug Tyler Haskins zum 2:0 zu. Den Schlusspunkt vor 3587 begeisterten Zuschauern setzte Gregory Moore. Wolfsburgs Torwart Daniar Dshunussow blieb damit im zweiten Spiel hintereinander ohne Gegentreffer. „Das ist auch eine Mannschaftsleistung. Ich bedanke mich bei meinem Team“, sagte der Goalie.

Die Eisbären sind zurück im Rennen

In Hamburg mussten die 9425 Zuschauer ungewöhnlich lange auf den ersten Treffer in der bisher so torreichen Serie zwischen den Freezers und den Eisbären warten. Brandon Reid brach den Bann mit dem 1:0 (12.) für die Gastgeber. Danach fielen im ersten Drittel noch drei weitere Tore. T.J. Mulock und Julian Talbot trafen für Berlin, David Wolf für die Freezers. Bis zur 60. Minuten blieb es beim 2:2. In der Verlängerung war es erneut Talbot, der in Überzahl den 3:2-Siegtreffer markierte. Am Montagabend hatte Hamburg die Eisbären in Berlin noch mit 8:4 abgefertigt.

Die Straubinger gingen zwar 1:0 in Führung. Danach machten die Kölner aber Ernst und gewannen am Ende souverän. Die Gäste aus Krefeld kassierten in Ingolstadt zweimal den Ausgleich. Doch dann setzte sich das Team vom Niederrhein gegen die Bayern durch und siegte verdient.

dpa

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