Kurioser Eisbären-Treffer

DEL-Finale: Puck nicht drin - trotzdem Tor!

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Die Eisbären Berlin feiern ein Tor

Köln - Die Eisbären berlin haben am Sonntag im ersten DEL-Finale einen Treffer zugesprochen bekommen, obwohl der Puck nicht hitner der Linie war - zurecht! Wir erklären die kuriose Regel:

Beim 4:2-Sieg der Eisbären Berlin im ersten Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Kölner Haien war beim letzten Treffer der Puck gar nicht im Tor, dennoch stand es 29 Sekunden vor Schluss plötzlich 4:2. Die Schiedsrichter hatten auf ein „technisches Tor“ entschieden. Eisbären-Stürmer Andre Rankel, der nur den Pfosten traf, war von Haie-Verteidiger Daniel Tjärnqvist auf dem Weg zum leeren Kölner Tor per Stockschlag gefoult worden.

Grundlage für die Entscheidung ist die Regel 539 des Weltverbandes IIHF. Danach wird auf Tor entschieden, wenn der Torwart das Gehäuse zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hat und der Angreifer auf dem Weg zum leeren Tor „von hinten gefoult“ wird. Dabei darf sich kein Gegenspieler mehr zwischen ihm und dem Tor befinden.

Es gibt noch andere Möglichkeiten für ein „technisches Tor“: Wird das leere Tor von einem verteidigenden Spieler absichtlich verschoben, wenn der Angreifer freie Schussbahn hat, müssen die Schiedsrichter ebenfalls auf Treffer entscheiden (Regel 554b). Gleiches gilt, wenn der Goalie bei einem Penalty das Tor aus der Verankerung stößt (Regel 554b). Nimmt ein Feldspieler im eigenen Torraum die Scheibe in die Hand, wenn der Torhüter nicht mehr auf dem Eis ist, muss genauso entschieden werden (Regel 559).

Tor ist auch, wenn der Torwart seinen Schläger absichtlich vor dem eigenen Kasten liegen lässt und der Puck dadurch nicht die Linie überqueren kann (Regel 569). Wird ein Schläger Richtung Puck geworfen, wenn ein Angreifer allein auf das leere Tor zusteuert, muss ebenfalls auf Treffer entschieden werden (Regel 570).

sid

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