DEB-Team für WM gerüstet - Kader fertig

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Patrick Reimer (r.) ist vor dem WM-Start gut drauf

Bratislava  - Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft ist für die in der kommenden Woche beginnende Weltmeisterschaft gerüstet. Auch der Kader steht jetzt fest.

Das Team von Trainer Jakob Kölliker kassierte am Samstag in Bratislava im zweiten Länderspiel innerhalb von 24 Stunden zwar eine knappe 4:5 (2:1, 1:2, 1:1)-Niederlage im Penaltyschießen gegen die Slowakei, lieferte dabei aber eine vor allem kämpferisch ebenso überzeugende Vorstellung ab wie am Vortag. Am Freitag hatte die DEB-Auswahl an gleicher Stelle Weißrussland mit 5:2 bezwungen.

Überragender Spieler beim 4:5 gegen den Weltmeister von 2002 war DEG-Stürmer Reimer mit drei Toren. Der 29 Jahre alte Angreifer profitierte dabei aber auch von der glänzenden Vorarbeit seine Sturmpartners Philip Gogulla, der alle Treffer auflegte. Deutschland steckte trotz des mehrmaligen Rückstands nicht auf und wurde dafür mit dem Ausgleich durch den Krefelder Akdag belohnt. Im Penaltyschießen reichte Reimers Treffer aber nicht.

Das Aufeinandertreffen mit der Slowakei war die letzte Partie vor der Abreise nach Stockholm, wo die Mannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am nächsten Freitag gegen Italien in die WM startet. Die Nationalmannschaft fährt mit drei Torhütern, acht Verteidigern und 14 Stürmern zum Weltturnier. Kölliker nominierte am Samstagabend sein 25-köpfiges Aufgebot und setzt dabei unter anderem auf vier WM-Neulinge. Die Verteidiger Sinan Akdag, Christopher Fischer und Florian Ondruschka sowie Stürmer Evan Kaufmann stehen vor ihrem ersten Einsatz bei einer Weltmeisterschaft.

Erfahrendster Profi in der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ist Alexander Barta mit 120 Länderspielen. Christoph Ullmann hat in dem Kader bislang die meisten WM-Turniere absolviert (sieben). Kölliker strich nach der Partie gegen die Slowakei sechs Profis aus seinem Aufgebot. Es erwischte die Stürmer Jerome Flaake, Martin Buchwieser und Daniel Pietta und in der Abwehr Felix Petermann, Tim Schüle und Moritz Müller. Als letzte Spieler in den Kader berufen wurden neben Ullmann auch dessen Mannheimer Teamkollegen Nikolai Goc, Denis Reul und Marcus Kink. Sie werden ebenso wie NHL-Star Marcel Goc erst in der nächsten Woche zum Team stoßen.

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