Darum wohnt Federer nicht im Oly-Dorf

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Roger Federer will Gold holen

London - Auf der Jagd nach seinem ersehnten Einzel-Gold verzichtet Roger Federer auch in London auf die Gesellschaft der übrigen Sportler.

Nach Wimbledon ist es ganz nah, die Autogrammjäger im olympischen Dorf sind weit weg. Auf der Jagd nach seinem ersehnten Einzel-Gold verzichtet Roger Federer auch in London auf die Gesellschaft der übrigen Sportler - der Tennis-Star ist mittlerweile schlicht zu berühmt und wird von anderen Athleten oft angesprochen. Selbst für seinen Geschmack wohl zu oft. “Die Zeiten haben sich geändert. Wenn ich im Dorf unterwegs bin, sind die Dinge nicht mehr so einfach, wie sie einmal waren“, sagte der stets geduldige Federer vor dem Start der Tennis-Wettbewerbe an diesem Samstag.

2000 in Sydney, wo er seine Frau Mirka kennenlernte, und 2004 in Athen genoss der Sport-Fan die Atmosphäre im Kreis der Teilnehmer aus fremden Disziplinen. 2008 in Peking zog er ein Hotel vor und durfte sich trotz einer weiteren Enttäuschung im Einzel mit Gold im Doppel in seiner Entscheidung bestätigt fühlen. Nun hat er das selbe Haus gemietet wie vor seinem siebten Wimbledon-Triumph vor drei Wochen.

“Ich habe im Dorf gewohnt, deswegen habe ich nicht das Gefühl, dass ich das unbedingt machen muss. Ich würde es gerne, aber natürlich bin ich während der vergangenen acht Jahre sehr berühmt geworden“, stellte Federer nüchtern fest. Allüren oder Arroganz sind dem Weltranglisten-Ersten trotz seiner Erfolge und Bekanntheit fremd. Der erhofften Goldmedaille wegen mochte er aber weder die gewohnte Routine und Ruhe noch die Gesellschaft von Frau und Kindern aufgeben - ganz abgesehen vom weiten Weg aus dem Dorf nach Wimbledon.

dpa

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