Dallas auch ohne Nowitzki weiter auf Kurs

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Mavericks-Spieler Darren Collison am Ball

Dallas - Auch ohne Superstar Dirk Nowitzki kommen die Dallas Mavericks immer besser in Fahrt. Mit drei Siegen aus vier Spielen ist die Bilanz zum NBA-Saisonstart besser als erwartet.

Dirk Nowitzki applaudierte seinen Teamkollegen mit einem breiten Grinsen im Gesicht, scherzte ausgelassen mit Klubbesitzer Mark Cuban und verließ die Arena am Ende rundum zufrieden. Auch ohne den seit Wochen am Knie verletzten Basketball-Superstar läuft es bei den Dallas Mavericks. Nach drei Siegen aus vier Spielen und dem überzeugenden 114:91 gegen die Portland Trail Blazers steht der NBA-Champion von 2011 in der Profiliga besser da, als es wohl auch Nowitzki zu hoffen gewagt hatte.

„Die Mavericks haben in der Sommerpause einige gute Spieler verloren, aber wir haben einige gute Spieler bekommen. Einige von ihnen werden sicher unterschätzt“, sagte Nationalspieler Chris Kaman, der 16 Punkte und sechs Rebounds beisteuerte: „Unsere Jungs können richtig gut punkten.“

Allen voran Geburtstagkind O.J. Mayo, einer von acht neuen Profis im Team der Texaner. Vor den Augen von Nowitzki, der die Begegnung im Anzug hinter der Auswechselbank verfolgte, steuerte Mayo an seinem 25. Geburtstag 32 Punkte bei und versenkte dabei sechs seiner acht Dreipunktwürfe. „Es läuft gut für mich. Ich hatte die Chance zu vielen Treffern und habe sie genutzt“, sagte Mayo, der bereits zum zweiten Mal in Serie mehr als 30 Punkte machte.

Einziger Wermutstropfen für Dallas an einem gelungenen Abend mit hervorragender Dreier-Quote (51,6 Prozent): Forward Shawn Marion musste in der zweiten Hälfte wegen Problemen am linken Knie vom Feld. Über die Schwere der Verletzung ist noch nichts bekannt. Marion hatte zu diesem Zeitpunkt acht Punkte und sieben Rebounds auf dem Konto.

Nach dem Auftaktsieg gegen Meisterschaftskandidat Los Angeles Lakers und zwei weiteren Erfolgen liegen die Mavericks voll im Plan und sind in der Western Conference hinter den San Antonio Spurs die Nummer zwei. „Die Jungs müssen einen Weg finden, um Spiele zu gewinnen. Manchmal muss man mit Verteidigung auch hässliche Spiele gewinnen“, hatte Nowitzki kurz vor dem Saisonstart gesagt. Und es funktioniert.

Es wird wohl noch einige Wochen dauern, bis Deutschlands Sportler des Jahres 2011 den Mavs wieder zur Verfügung steht. Nach einer Arthroskopie in seinem lädierten rechten Knie war die längste Verletzungspause seiner Karriere nötig geworden. Der 34-Jährige will in seiner 15. NBA-Saison nichts riskieren und die Schwellung komplett abheilen lassen, eher er wieder ins Training zurückkehrt.

Mit Spannung wird erwartet, wie sich Nowitzki bei seiner Rückkehr in die mittlerweile gut funktionierende Truppe von Trainer Rick Carlisle einführt. „Ohne Dirk haben die neuen Spieler die Chance, zusammenzuspielen und sich richtig kennenzulernen“, sagte Portlands Coach Terry Stotts, der zuletzt vier Jahre als Co-Trainer in Dallas gearbeitet hatte: „Und wenn Dirk dann zurück kommt, werden sie noch besser sein.“

Allerdings hat Dallas ein leichtes Auftaktprogramm und muss sich in den ersten Wochen vorrangig mit verhältnismäßig schwachen Teams messen. Erst im Dezember kommen härtere Gegner. Dann soll Nowitzki helfen, dass es weiter Siege gibt und der Klub zum 13. Mal in Serie die Qualifikation für die Play-offs schafft.

sid

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