Claudia Pechstein genießt "Polizeischutz" 

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Claudia Pechstein fühlt sich durch die Unterstützung der Polizei-Gewerkschaft in ihrem Kampf gegen die Dopingvorwürfe bestätigt.

Berlin - Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat in ihrem Bestreben um die Wiederaufnahme in die Sportförderung der Bundespolizei Unterstützung erhalten.

Die Gewerkschaft der Polizei und der Personalrat der Bundespolizei machten sich für Pechstein stark, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Freitag auf ihrer Internetseite.

„Es ist ein tolles Gefühl, im Kampf für Gerechtigkeit eine solch breite Unterstützung meiner Kollegen zu erfahren“, sagte Pechstein der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Ich möchte lediglich genau so behandelt werden wie alle anderen Spitzensportler der Bundespolizei auch. Und dabei hoffe ich auf eine faire Entscheidung des BMI.“

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Pechstein ist Polizeihauptmeisterin der Bundespolizei und derzeit in unbezahltem Sonderurlaub. Ihren Platz in der Sportfördergruppe verlor sie, als sie vor drei Jahren wegen erhöhter Blutwerte gesperrt wurde. Pechstein hat Doping stets bestritten. Nach dem Ablauf ihrer zweijährigen Sperre kehrte sie im Februar 2011 in den Spitzensport zurück und wurde vor wenigen Wochen bei der Mehrkampf-EM Zweite.

„Frau Pechstein muss ohne Dienstbezüge und ohne Krankenversicherungsschutz des Bundes trainieren“, hieß es in einem Schreiben der Personalvertreter der rund 40 000 Beschäftigten der Bundespolizei. „Sie wird von ihrem Dienstherrn, der Bundesrepublik Deutschland, mittellos gehalten, um für die Bundesrepublik Deutschland zu starten und diese repräsentieren zu dürfen.“ Die Personalvertreter werfen Innenminister Hans-Peter Friedrich vor, seine Pflicht zur Fürsorge und zur Gleichbehandlung zu verletzen.

dpa

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