Missions-Chef reagiert auf Hambüchen-Kritik

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Chef de Mission Michael Vesper

London - Michael Vesper, der Chef de Mission des deutschen Olympia-Teams, hat am Eröffnungstag der Spiele von London auf die Kritik von Fabian Hambüchen an der Akkreditierungs-Praxis reagiert.

“Es gibt einen Schlüssel von einem Betreuer für zwei Athleten. Und da wir weniger sind als in Peking, nicht 440 sondern 392 Athleten, haben wir auch weniger Trainer-Akkreditierungen“, sagte Vesper im Morgenmagazin des ZDF. Das Fehlen seines Vaters, der auch sein Coach ist, werde Hambüchens Leistungen nicht beeinflussen, sagte Vesper.

Hambüchen hatte tags zuvor sauer reagiert, dass sein Vater in London nicht als Trainer dabei sein darf. “Es ist eine Frechheit, dass man keine zusätzliche Akkreditierung organisieren konnte. Da laufen viele im Dorf herum, die weniger wichtig sind“, hatte der 24-Jährige nach dem Podiumstraining gesagt.

“Wir stehen tagtäglich in der Turnhalle, reißen uns den Hintern auf und der Dank dafür ist, dass die wichtigen Leute daheimbleiben“, kritisierte der Ex-Weltmeister. “Ich habe da schon ein komisches Gefühl. Es ist einfach ungewohnt“, meinte Wolfgang Hambüchen, der am Freitag mit seinem Wohnmobil auf die britische Insel übersetzte und nur als Tourist in London weilen wird.

Auch Hambüchens Manager Klaus Kärcher schloss sich der Kritik an. “Der Verband tut nichts dafür, dass Fabian optimale Bedingungen hat. Wenn die gewollt hätten, hätten sie Wolfgang problemlos eine Akkreditierung besorgt“, meinte Kärcher in der “Bild“-Zeitung (Freitag).

dpa

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