Bundestagspräsident Lammert kritisert:

ARD/ZDF finanzieren Sport-Traumgehälter

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Bundestagspräsident Lammert

Berlin - Bundestagspräsident Norbert Lammert hat in ungewöhnlich deutlicher Form die Ausgaben von ARD und ZDF für die Sportberichterstattung kritisiert.

„Ein großes Thema sind für mich die erstaunlichen Summen, die öffentliche Rundfunk- und Fernsehgesellschaften zum Beispiel für Sportrechte zahlen. Damit werden ebenso erstaunliche Gehälter im Sportbetrieb ermöglicht. Im Ergebnis trägt der Gebührenzahler zur Finanzierung von Traumgehältern bei“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt.

Lammert, formal der zweite Mann im Staat, forderte die beiden Sendeanstalten denn auch unmissverständlich zu Einsparungen in diesem Bereich auf: „Das muss sich dringend ändern.“ Konkrete Vorschläge für entsprechende Kostenreduzierungen machte Lammert nicht.

Alleine für TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga legen ARD und ZDF von der kommenden Saison bis 2017 angeblich zusammen durchschnittlich gut 130 Millionen Euro auf den Tisch. Gegenüber dem am Saisonende auslaufenden Vertrag mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) würde diese Summe eine Steigerung um gut zehn Millionen Euro bedeuten.

SID

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