Bradl sogut wie Weltmeister

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Stefan Bradl steht vor seiner ersten Weltmeisterschaft in der Moto2-Serie

Kuala Lumpur - Stefan Bradl ist die Motorrad-Weltmeisterschaft kaum noch zu nehmen. Der 21-Jährige landete beim Moto2-Rennen in Malaysia auf dem zweiten Platz.

Damit hat er vor dem Saisonfinale am 6. November in Valencia nun 23 Punkte Vorsprung vor seinem einzigen Verfolger Marc Marquez. Der Spanier hatte nach seinem Trainingssturz keine Startfreigabe für das Rennen am Sonntag erhalten. Damit würde Bradl im letzten Rennen bereits ein 13. Platz zum Titelgewinn reichen. Den Sieg in Malaysia sicherte sich der Schweizer Thomas Lüthi.

Das Rennen war wegen eines schweren Sturzes von Axel Pons zwei Runden vor Schluss abgebrochen worden. Der Spanier wurde nach dem Rennen zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert. Nach dem Abbruch gab es lange Diskussionen der Rennleitung über das Endergebnis, denn Lüthi hatte drei Runden vor Ende die Führung übernommen. Hätte Lüthi Bradl eine halbe Runde später überholt, wäre Bradl der Sieger und damit der erste deutsche Weltmeister seit 18 Jahren gewesen. 1993 hatte Dirk Raudies (Biberach) den WM-Titel in der 125er Klasse gewonnen.

Bradl haderte mit dem Rennabbruch, der ihn möglicherweise um den vorzeitigen Titelgewinn brachte. “Als ich die rote Flagge gesehen habe, wusste ich, dass Lüthi gewonnen hat. Ich hätte in der letzten Runde noch einmal angegriffen. Ich habe da noch zwei Chancen gesehen, ihn zu überholen“, sagte der WM-Spitzenreiter.

Marquez müsste bei seinem “Heimspiel“ in Valencia in zwei Wochen gewinnen und darauf hoffen, dass Bradl höchstens zwei Punkte holt. Dann wäre der Spanier doch noch Weltmeister.

Auch Cortese wird Zweiter

In der 125er Klasse ist Sandro Cortese knapp an seinem dritten Saisonsieg vorbeigefahren. Der 21-Jährige landete auf dem zweiten Platz. Den Sieg holte der Spanier Maverick Vinales. Dritter wurde der Franzose Johann Zarco, der dadurch weiter Chancen auf den WM-Titel hat.

WM-Spitzenreiter Nicolas Terol verpasste den vorzeitigen Titelgewinn in der letzten Runde. Der Spanier belegte nach einem Fahrfehler nur Rang fünf. Direkt dahinter wurde Jonas Folger (Schwindegg) Sechster. In der Gesamtwertung hat Terol (282 Punkte) vor dem WM-Finale in Valencia 20 Zähler Vorsprung vor seinem einzigen Verfolger Zarco. Cortese belegt mit 225 Punkten den dritten Platz

dapd

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