Rätsel um Marquez - Bradl darf noch nicht jubeln

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Stefan Bradl.

Valencia - Kein verfrühter Weltmeister-Jubel bei Stefan Bradl: Große Fragezeichen ergeben sich jetzt aus dem Umstand, dass der angekündigte Startverzicht von Marc Marquez für Valencia nun unklar ist.

Trotz des vermeintlichen Startverzichts des Spaniers Marc Marquez für den Motorrad-WM-Lauf von Valencia am Sonntag ist im Viessmann-Kiefer-Racing-Team des Zahlinger Piloten keine Euphorie ausgebrochen. Am Mittwoch hatte das Repsol-Team des Spaniers zunächst die Rennabsage von Marquez per Fax an den WM-Vermarkter Dorna übermittelt. Nur wenige Minuten später gab dieser jedoch bekannt, dass es noch eine kleine Chance auf eine Gesundung des jungen Spaniers gebe.

Dieser hatte sich bei einem heftigen Sturz im freien Training zum Malaysia-Grand-Prix vor zwei Wochen unter anderem eine Gehirnerschütterung sowie Schulter- und Augenverletzungen zugezogen. Für Malaysia erhielt er Startverbot und büßte deshalb zahlreiche Punkte im Kampf mit Bradl ein. 23 Zähler hat der Deutsche Vorsprung, ihm würde bei einem Marquez-Sieg Platz 13 zum Titelgewinn reichen.

Mädchen & Motoren in Paris

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Kaut einer Mitteilung auf seiner Internetseite geht der Spanier zwar von einem Startverzicht aus, wollte sich aber dennoch nicht endgültig geschlagen geben: “Wir können nicht sehr optimistisch sein, aber die Ärzte sagen, dass eine kleine Möglichkeit der Besserung gibt. Mal sehen“, schrieb Marquez am Mittwoch.

Sollte er nicht beim Qualifikationstraining am Samstag starten, bedeutet dies aber noch nicht das Aus für Marquez. Theoretisch ist es sogar möglich, dass er mit einer Ausnahmegenehmigung das Warm up am Sonntagvormittag bestreitet und dann vom letzten Startplatz aus das Rennen aufnimmt. Sollte er allerdings von den Rennärzten in Valencia erneut ein Startverbot erhalten, würde dies alle Unklarheiten beseitigen.

“Erst wenn er nicht in der endgültigen Startaufstellung am Sonntag auftaucht, glauben wir, dass er nicht fährt. Bis dahin konzentrieren wir uns einzig und allein auf uns“, hieß es aus Bradls Umfeld, das die Vorbereitungen auf den entscheidenden Grand Prix so angeht wie jedes andere Rennen. Stefan Bradl wäre bei einem WM-Gewinn der erste deutsche Weltmeister seit Dirk Raudies vor 18 Jahren.

dpa

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