Box-Champ Sturm fühlt sich stark wie nie zuvor

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Felix Sturm glaubt fest an die erfolgreiche Titelverteidigung.

Walldorf - WBO-Weltmeister Felix Sturm tritt am Freitagabend gegen den Herausforderer Martin Murray zur Titelverteidigung an. Der Champion gibt sich siegesgewiss und kann das auch begründen.

Für den britischen Herausforderer Martin Murray wird es am Freitagabend (22.15 Uhr, live in SAT.1) im Kampf um den Weltmeistertitel des Boxverbandes WBO im Mittelgewicht gegen Felix Sturm nichts zu erben geben. Daran lässt jedenfalls der Titelverteidiger aus Leverkusen keinen Zweifel. Fünf Tage vor dem freiwilligen Vergleich gegen den 29 Jahre alten Engländer in der Mannheimer SAP-Arena kündigte Sturm in seinem Hotel in Walldorf an: “Ich werde klar und deutlich gewinnen.“

Wie immer vor Boxkämpfen zeigte sich auch der Gegner siegessicher. “Felix ist ein großer Champion, aber ich werde meine Chance nutzen“, sagte Murray.

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Der bislang ungeschlagene Brite wird zwar auf Platz drei der WBA-Rangliste geführt, ist aber ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Der Commonwealth- und WBA-Intercontinental-Meister ist auch nur zweite Wahl. Lieber noch hätte Felix Sturm ein zweites Mal gegen Matthew Macklin geboxt, um seinen angeschlagenen Ruf wiederherzustellen.

Der Ire, gegen den sich Sturm im vergangenen Juni bei seiner neunten Titelverteidigung auf einen Schlagabtausch eingelassen hatte und nur mit einem blauen Auge davongekommen war, hatte aber zu hohe Forderungen für einen Rückkampf gestellt.

Sturm: “Habe aus den Fehlern gelernt“

Murray soll jetzt für Sturms Rehabilitierung herhalten. Er wolle alle Diskussionen über die verlorene Dominanz beenden und beweisen, dass er der unangefochtene Chef im Ring ist, sagte der eigenständige Boxpromoter, der selbst sein bestes Pferd im Stall ist. “Ich habe aus den Fehlern gelernt“, sagte Sturm. Er sei nie besser vorbereitet in einen Kampf gegangen. “Es war eine perfekte Vorbereitung, alles ist wunderbar gelaufen.“

Auch Sturm-Trainer Fritz Sdunek gab sich siegesgewiss, redete dann aber auch den Gegner stark. “Wir haben Murray studiert und die entsprechende Taktik entwickelt. Wir sind gewappnet, um den Titel zu verteidigen. Wir schätzen Murray stark ein, aber vielleicht gibt es ja sogar eine Überraschung.“ Offensichtlich tippt Sdunek auf ein vorzeitiges Ende des Kampfes durch seinen Schützling.

dapd

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