Weltcup in Park City

Bob: Kiriasis und Martini auf Podest

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Die deutschen Bobfahrerinnen Sandra Kiriasis, Franziska Bertels, Stephanie Schneider und Cathleen Martini (v.l.) in Park City.

Park City - Die beiden Bobpilotinnen Sandra Kiriasis und Cathleen Martini haben beim Weltcup in Park City als Zweite und Dritte ihre ersten Podestplätze in diesem Winter eingefahren.

 Die Winterbergerin Kiriasis, die 2002 auf dieser Bahn mit Olympia-Silber ihren ersten großen Erfolg feierte, hatte am Freitagabend (Ortszeit) mit Franziska Bertels an der Bremse 28/100 Sekunden Rückstand auf Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada, die mit Chelsea Valios zwei Laufbestzeiten hinlegte.

Die Oberbärenburgerin Martini fuhr mit Stephanie Schneider und verbesserte sich dank zweitbester Zeit im Finaldurchgang vom fünften auf den dritten Platz. Anja Schneiderheinze aus Erfurt landete mit Lisette Thöne nur auf Platz elf.

"Damit kann ich zufrieden sein", meinte Cheftrainer Langen, da die Frauen ihren Startrückstand mit guten Fahrleistungen wettmachen konnten. Bei den Männern war er weder mit dem Start noch mit den Leistungen an den Lenkseilen zufrieden: "Es klingt zwar komisch, doch Maximilian Arndt hatte als 16. die beste Fahrlinie, aber derzeit auch ein Materialproblem." Fast zwei Zehntelsekunden Rückstand am Start bei der Machata- und der Arndt-Crew sind auf der Bahn im US-Bundesstaat Utah kaum aufzuholen.

Francesco Friedrich, der mit seinem Anschieber Gino Gerhardi im zweiten Rennen den zweiten Podestplatz eingefahren hatte, glänzte hingegen mit der drittbesten Startzeit und wurde wie schon zum Saisonauftakt vor einer Woche in Lake Placid Dritter. Nach zwei Läufen hatte der 22-Jährige, der im Vorjahr auf dieser Bahn Junioren-Weltmeister im kleinen Schlitten wurde, nur eine Zehntelsekunde Rückstand auf den siegreichen Doppel-Weltmeister Steven Holcomb aus den USA, der mit Curtis Tomasevicz fuhr. Zweite wurden die Amerikaner Cory Butner und Charles Berkeley.

Manuel Machata vom SC Potsdam kam mit Christian Poser an der Bremse auf den sechsten Rang, den er sich mit dem Russen Alexander Subkow teilen musste. Der WM-Dritte im kleinen Schlitten, Maximilian Arndt aus Oberhof, landete mit Alexander Rödiger auf Platz 16.

Der nach dem ersten Lauf erneut führende Lette Oskars Melbardis, der mit seinem starken Anschieber Daumants Dreiskens den Startrekord (4,77 Sekunden) egalisierte, wurde im Finaldurchgang erneut abgefangen. An den über zehn Jahre alten Bahnrekord von Christoph Langen kam kein Pilot heran. Der heutige Cheftrainer war bei seinem Olympiasieg 2002 mit Markus Zimmermann in 47,44 Sekunden die Eisrinne hinabgerast, Holcomb brauchte 48,65 Sekunden.

dpa

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