BMX-Weltmeister stirbt bei Autounfall

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Kyle Bennett ist tot.

Conroe - Die Radsport-Welt trauert um einen ihrer erfolgreichsten BMX-Fahrer: Der dreimalige Weltmeister und Olympiateilnehmer Kyle Bennett ist bei einem Autounfall am Sonntag ums Leben gekommen.

Wie der US-Radsportverband USAC bestätigte, hatte der 33-jährige Texaner in seiner Heimatstadt Conroe offenbar wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Pickup verloren und war daraufhin unter anderem gegen ein Eisentor geprallt. Bennett, der Polizeiangaben zufolge nicht angeschnallt war, erlag noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Er hinterlässt seine Verlobte und seine zweijährige Tochter Allegra Mya Maria.

„Wir alle von USA Cycling sind tief betroffen von dem tragischen und viel zu frühen Verlust von Kyle Bennett. Wir werden ihn schmerzlich vermissen“, sagte Verbandschef Steve Johnson. Er bezeichnete den Verunglückten als einen „Pionier im olympischen BMX-Sport“. Zudem sei Bennett eine Inspiration für alle gewesen, die ihn kannten.

Bennett war bereits im Alter von sieben Jahren mit dem BMX-Sport in Kontakt gekommen, als Neunjähriger bestritt er seine ersten Rennen und holte schon zu dieser Zeit die ersten Siege. Wegen seiner extrem ruhigen und reibungslosen Fahrweise erhielt Bennett schnell den Beinamen „Butter“.

Seine größten Erfolge feierte er 2002, 2003 und 2007, als er jeweils Weltmeister wurde. Unter anderem deshalb wurde er als erster US-Fahrer für die 2008 neu ins olympische Programm aufgenommenen BMX-Wettkämpfe in Peking nominiert.

Dort reichte es zwar nicht zu Edelmetall, im Mittelpunkt stand er allerdings trotzdem. Bei einem schweren Crash hatte Bennett im Viertelfinale eine Luxation der linken Schulter erlitten und nur zwei Tage später als Sechster im Halbfinale knapp die Medaillenrunde verpasst.

sid

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