Biedermann zieht Staffel ins Finale

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Nur dank Schlussschwimmer Paul Biedermann hat die 4x200-m-Freistilstaffel bei der WM in Shanghai das Finale erreicht.

Shanghai - Das war knapp: Nur mit 3/100 Sekunden Vorsprung auf die Österreicher ist die deutsche 4 x 200-Meter-Freistil-Staffel ins Finale eingezogen. Zu verdanken hat sie das Schlussschwimmer Paul Biedermann.

Die deutschen Freistil-Staffel über 4 x 200 Meter hat sich bei der Schwimm-WM in Shanghai ins Finale gezittert. Tim Wallburger, Yannick Lebherz, Clemens Rapp und Paul Biedermann lagen am Freitag in 7:13,31 Minuten nach den Vorläufen als Achte ganze 3/100 Sekunden vor Österreich. Der zweimalige Shanghai-Bronzegewinner Biedermann sicherte als Schlussschwimmer den knappen Finaleinzug. Als Schnellste gehen die USA (7:08,34) ins Finale (ab 12.00 Uhr/ARD und Eurosport).

“Ja, das war ja geplant“, flachste Biedermann. “Minimalziel war Platz zwölf und Olympia-Quali.“ Im Finale wird die Staffel wohl umbesetzt werden. Lebherz wird sich wohl auf seinen Lagenstart vorbereiten, dem ursprünglich eingeplanten Benjamin Starke fehlt nach Krankheit in der Vorbereitung noch Substanz. Biedermann hofft auf eine bessere Zeit des im Finale aufgebotenen Quartetts. “Ich hoffe, wir können uns auch steigern. Verschlechtern können wir uns eigentlich nicht mehr, wir können nur noch besser werden.“

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Über 100 Meter Schmetterling schafften es beide deutschen Starter ins Halbfinale. Steffen Deibler kam in 52,54 Sekunden als 13. weiter. Starke qualifizierte sich auf Platz acht in 52,26 für die nächste Runde. Er war durch gesundheitliche Probleme in der WM-Vorbereitung zurückgeworfen worden und musste eine Woche Antibiotika nehmen. “Wenn das nicht gewesen wäre mit der Krankheit, wäre ich hier hingefahren mit breiter Brust und hätte gesagt, 'ne Medaille ist drin“, sagte der der Zweite der Weltjahresbestenliste. Vorlaufschnellster war der Amerikaner Tyler McGil in 51,76.

Freistil-Sprinter Marco Di Carli war auch über die 50 Meter nicht mehr in der Form der deutschen Meisterschaften. In 22,65 Sekunden fehlten auf Platz 25 32/100 zum Halbfinale. Er hatte in seiner Comeback-Saison den Fokus auf die nationalen Titelkämpfe gelegt. “Für heute, hier und jetzt war es das Maximum“, sagte der Frankfurter. “Vor einem Jahr war ich zu Haue und konnte nichts, jetzt bin ich bei 'ner Weltmeisterschaft, das ist schon alles sehr schön für mich.“ Jenny Mensing verpasste als 20. über 200 Meter Rücken in 2:12,38 Minuten die Vorschlussrunde.

dpa

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