Biathlon-WM: Loipe mit Salz präpariert

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Michael Greis und die deutschen Biathleten kämpfen bei der WM mit dem Tauwetter.

Ruhpolding - Die frühlingshaften Temperaturen von bis zu 15 Grad und starker Sonnenschein haben die Veranstalter der Biathlon-WM in Ruhpolding zum Einsatz von Salz auf den Strecken gezwungen.

Die Loipen waren nach den Trainingseinheiten am Mittwoch und Donnerstag enorm aufgeweicht, das soll kurzfristig durch das „Salzen“ gestoppt werden. „Wir haben um 11.15 Uhr begonnen, die Strecke mit Salz zu präparieren. Wir mussten zu dieser Maßnahme greifen, weil die Situation zuvor sehr schlecht war“, sagte Wettkampfchef Norbert Baier vom Biathlon-Weltverband IBU.

Durch das Salzen wird der Schnee auf der Strecke härter und die Skijäger bekommen einen griffigeren Untergrund, der ein besseres Laufen ermöglicht. „Die Situation stellt sich jetzt sehr gut dar. Die Streckenteile im Schatten sind hervorragend, nur in der Sonne ist es schwieriger“, sagte Baier: „Wir haben unser Bestes getan, damit die Wettkämpfe ordentlich stattfinden können.“

Biathlon-WM in Ruhpolding eröffnet: Die Bilder

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20 Helfer haben vor dem Mixedstaffel-Rennen, dessen Austragung nicht gefährdet war, etwa 110 Kilogramm Salz auf den Loipen rund um die Chiemgau Arena verteilt. „Wir waren sehr vorsichtig damit“, sagte Beier. Denn als Folge des Salzens könne die Strecke auch dauerhaft leiden, der positive Effekt hält nur kurzzeitig. Unnötige Risiken habe man durch den sparsamen Salz-Einsatz vermieden, betonte der Wettkampfchef.

Echte Probleme bekommen die Organisatoren erst, wenn das warme Wetter auch in den nächsten Tagen anhält und der Schnee weiter schmilzt. „Dann müssen wir sehen, was wir machen können“, sagte Baier. Vor allem mit Blick auf die Sprintrennen am Samstag könnte es schwierig werden, denn bis dahin soll es nicht deutlich kälter werden.

SID

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