Martin Fourcade siegt

Peiffer und Co. schwächeln beim Heimrennen

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Hatte keinen guten Tag: Arnd Peiffer

Ruhpolding - Kein guter Tag für die deutschen Biathleten: Sie haben beim Heimweltcup in Ruhpolding im Sprint über zehn Kilometer den Sprung aufs Podium klar verpasst.

Einen Tag nach dem furiosen Sieg von Miriam Gössner konnten die deutschen Biathleten die Party beim Weltcup-Heimspiel in Ruhpolding nicht fortsetzen. Im Sprint über 10 km landete der frühere Sprintweltmeister Arnd Peiffer aus Clausthal-Zellerfeld als bester DSV-Skijäger nur auf dem 15. Platz und verfehlte vor 14.500 Zuschauern in der Chiemgau Arena das Podium um 23 Sekunden.

„Man brauchte heute null Fehler am Schießstand, um vorne dabei zu sein. Das Ergebnis ist trotzdem okay, denn in der Weltspitze ist es verdammt eng“, sagte Peiffer, der seinen ersten Schuss liegend daneben setzte: „Man muss das jetzt sachlich analysieren, denn der Abstand nach vorne ist nicht groß. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg, auch wenn das Ergebnis das nicht unbedingt zeigt.“

Auch Simon Schempp zeigte unweit seiner Heimat eine solide Vorstellung und landete ohne Schießfehler auf Rang 16. „Auf der Strecke war es ordentlich, die Startnummernauswahl war vielleicht nicht ganz glücklich“, sagte Schempp, der bemerkte: „Zum Ende hin wurde die Strecke etwas schneller.“ Am Schießstand sei er aber gut durchgekommen, „deswegen war es ein ordentliches Rennen“.

Der Thüringer Erik Lesser, der in der Staffel einen Krafteinbruch in der letzten Runde hinnehmen musste, steigerte sich im Vergleich zum Rennen am Donnerstag und blieb als 17. ebenfalls fehlerfrei. „Die letzte Runde war deutlich härter, als ich sie in Erinnerung hatte. Ich bin trotzdem ganz zufrieden“, sagte der 24-Jährige, der lange völlig entkräftet im Zielraum lag: „Wer mich beobachtet, sieht mich immer im Ziel sterben. Bis zur Ziellinie gebe ich alles, danach ist mir egal, was mit meinem Körper passiert. `

Der zweifache Saisonsieger Andreas Birnbacher machte von Beginn an einen guten Eindruck. Nach dem gewohnt soliden Auftritt in der Loipe brachte der Bayer liegend alle fünf Schüsse ins Ziel. Den sechsten verfehlte der Gesamtweltcup-Dritte des Vorjahres dann jedoch, und musste einmal in die Strafrunde. Am Ende reichte es nur zu Rang 22.

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Florian Graf (Eppenschlag/1) wurde 24. und sagte nach dem Rennen unter Flutlicht: `Es war brutal auf der Strecke. Ohne null Fehler ging nach vorne gar nichts. Der eine Fehler hätte wirklich nicht sein müssen.“ Als einziger Deutscher leistete sich Johannes Kühn (Reit im Winkl/2) bei perfekten äußeren Bedingungen zwei Fehler und kam nicht über Rang 51 hinaus.

Zum Abschluss des Weltcups in Bayern stehen am Sonntag (ab 13.00 Uhr/ARD) die Massenstart-Rennen bei den Männern und Frauen auf dem Programm.

sid

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