"Hatte meinen Trainingsplan geändert"

Björndalen verpasst Doping-Kontrolle

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Ole Einar Björndalen in der Loipe.

Oslo - Norwegens Biathlon-Idol Ole Einar Björndalen hat einen Dopingtest verpasst. Er sei derzeit derzeit so auf das Training fokussiert, dass er alles andere vergesse.

Wie die Tageszeitung Verdens Gang berichtet, haben Kontrolleure den 39-Jährigen in der vergangenen Woche frühmorgens in seinem Haus in Österreich aufgesucht, Björndalen aber nicht angetroffen. Der 19-malige Weltmeister und sechsmalige Olympiasieger hielt sich noch in seiner norwegischen Heimat auf, obwohl er im Meldesystem bereits Österreich als Aufenthaltsort angegeben hatte.

„Ich hatte meinen Trainingsplan geändert und vergessen, die norwegische Anti-Doping-Agentur darüber in Kenntnis zu setzen“, sagte Björndalen der Zeitung: „Das ist absolut mein eigenes Versäumnis. Ich bin derzeit so auf mein Training fokussiert, dass ich darüber alles andere komplett vergesse. Nun muss ich mich bei der Agentur entschuldigen.“

Größerer Ärger droht dem erfolgreichsten Biathleten der Geschichte allerdings nicht. Laut der Anti-Doping-Bestimmungen ziehen erst drei versäumte Test binnen 18 Monaten eine Sperre nach sich. Diese Bestimmung sieht Björndalen aber kritisch: „Für Athleten, die noch einen Job, Familie und Kinder haben, ist die Praxis mit der Meldepflicht ein Albtraum. Drei verpasste Tests dann wie systematisches Doping mit zwei Jahren Sperre zu strafen, finde ich zu streng.“

SID

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