Berlin feiert Volleys - Haching geschlagen

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Enttäuscht: Die Hachinger Spieler

Unterhaching - Haching trauert, Berlin feiert: Erstmals seit 2005 kommt der deutsche Volleyball-Meister nicht aus Friedrichshafen, sondern aus der Hauptstadt.

So nah waren sie dem ersten Titel der Vereinsgeschichte noch nie. Auch im dritten Anlauf nach 2009 und 2010 sind die Volleyballer von Generali Haching im Finale um die deutsche Meisterschaft gescheitert. Jubeln durften nach dem 3:2-Finalsieg stattdessen die Berlin Volleys. Während die Bayern ihren vergebenen Chancen im Endspiel nachtrauerten, darf sich die Bundesliga in den nächsten Jahren auf einen Dreikampf zwischen dem VfB Friedrichshafen, Haching und Berlin freuen.

Der Ritterschlag für den neuen Volleyball-Champion vom entthronten Serienmeister aus Friedrichshafen ließ nicht lange auf sich warten. “Berlin hat uns als Zweiten ausgeschaltet und sich auch gegen den Tabellenersten Haching durchgesetzt“, lobte Manager Stefan Mau. “Sie sind verdient Meister geworden, Gratulation!“

Mehr als ein Jahrzehnt war der VfB Friedrichshafen das Maß aller Dinge im deutschen Volleyball mit zwölf Titelgewinnen. Diesmal war im Halbfinale gegen die Berlin Volleys Schluss. Das Team von Ex-Bundestrainer Stelian Moculescu muss sich nun einer starken nationalen Konkurrenz stellen. “Das war eines der besten Finals, das ich je erlebt habe“, schwärmte der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbands, Werner von Moltke, am Montag.

Nicht nur von Moltke war beeindruckt vom hochklassigen und spannenden fünften Final-Spiel. Nach einem mehr als zweistündigen Krimi hatten die Hachinger beim Stand von 14:12 bereits wie der sichere Sieger ausgesehen. Doch in der entscheidenden Phase leisteten sich die Gastgeber zwei Fehlaufschläge und Patzer im Angriff - und mussten sich mit 14:16 geschlagen geben. “Das sind Bälle, die bleiben für immer“, sagte Hachings Nationalspieler Christian Dünnes.

Nach einer beeindruckenden Saison mit nur zwei Niederlagen sollte man Haching jedoch auch in Zukunft auf der Rechnung haben. “Ich glaube schon, dass diese beiden Mannschaften Rivalen für Friedrichshafen bleiben werden“, befand Verbandschef von Moltke. Auch am Bodensee wird das neue Kräfteverhältnis als Anreiz betrachtet. “Es ist gut so, dass es jetzt drei Mannschaften gibt, die um Titel spielen können“, betonte Moculescu.

Die Berlin Volleys dürfen nach der nationalen Meisterschaft in der kommenden Saison erstmals auch in der Champions League aufschlagen. “Wir wollen uns da als Neuling gut schlagen“, sagte Manager Kaweh Niroomand und kündigte an: “Wir werden das Team entsprechend verstärken.“ Auch Friedrichshafen könnte über eine Wildcard noch in der Königsklasse dabei sein. Haching hingegen verzichtet darauf, die Wildcard zu beantragen.

Die Oberbayern bemühten sich trotz der bitteren Niederlage, nach vorne zu schauen. “Chapeau Haching für eine grandiose Saison!“, schloss der Artikel auf der Vereinshomepage ab. Auch vom Gegner gab es Lob für ein packendes Endspiel: “Ich denke, es war ein großes Finale für jeden“, sagte Volleys-Profi Scott Touzinsky. Mit seinem Block zum 16:14 wurde der Amerikaner am Sonntag zum Berliner Matchwinner und ließ die Hachinger Fans und Spieler kurzzeitig erstarren.

dpa

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