Jetzt warten die Niederländer

Beach-Volleyballer erreichen Halbfinale

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Haben das Halbfinale erreicht: Julius Brink und Jonas Reckermann.

London - Sie haben es geschafft. Jonas Reckermann und Julius Brink stehen im Halbfinale der Olympischen Spiele. Das war einem deutschen Beachvolleyball-Duo zuletzt 2000 in Sydney gelungen.

Ein Schmetterball, ein Schrei: Halbfinale! Die Beach-Volleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann haben als erstes deutsches Duo seit zwölf Jahren die Runde der besten vier Teams bei den Olympischen Spielen erreicht. Am späten Montagabend konnten sich die Europameister in London 2:0 (21:15, 21:19) gegen Pedro Cunha und Ricardo Santos aus Brasilien durchsetzen. „Den großen dicken Wächter haben wir gerade umgehauen“, sagte Brink.

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Im Halbfinale am Dienstag treffen der Leverkusener Brink und der Kölner Reckermann auf Reinder Nummerdor und Richard Schuil aus den Niederlanden, die 2:0 (21:16, 21:18) gegen die Italiener Paolo Nicolai und Daniele Lupo gewannen. „Wenn wir so spielen, wie die letzten Male, bin ich schon zufrieden. Ob's dann reicht, muss man sehen“, sagte Reckermann.

Mit der ersten Ballberührung unterlief den Ex-Weltmeistern ein Aufschlagfehler - danach zeigten Brink/Reckermann im ersten Satz starkes Beach-Volleyball. Konsequent hebelten sie die gegnerische Verteidigung aus und zogen beim 13:6 bis auf sieben Zähler davon. „Ich weiß nicht, ob wir überhaupt mal zwei Breaks in Folge kassiert haben - ich glaube ein Mal. Dann ist das schon sehr gut“, freute sich Reckermann. „Wir waren sehr, sehr nah dran an dem, was wir zu leisten imstande sind“, meinte Brink.

Die 11.000 Zuschauer waren begeistert, weil beide Teams sich bei kühlen Temperaturen die Bälle spektakulär um die Ohren hauten und dabei auch aussichtslos scheinende Punkte nicht verloren gaben. Santos, mit je einer Gold-, Silber- und Bronzemedaille bei Olympischen Spielen der erfolgreichste Beach-Volleyballer der Geschichte, demonstrierte zudem mit grandiosen Blocks seine Klasse.

Proteste gab es dann, als Schiedsrichter Darryl Friesen aus Kanada einen Punkt erst dem deutschen Duo, dann den Brasilianern und schließlich wieder Brink/Reckermann zusprach. Wenige Minuten später wurde er wohl aus gesundheitlichen Gründen von Betreuern aus dem Innenraum geführt und durch Wang Leijun aus China ersetzt.

Im zweiten Durchgang schenkten sich Europas Champions und die Weltranglisten-Dritten lange Zeit nichts und punkteten immer wieder abwechselnd: 11:11, 12:12, 13:13 - weder die Südamerikaner noch die Deutschen konnten sich in der hochklassigen Partie absetzen. Beim 17:15 hatten Brink/Reckermann erstmals einen kleinen Vorsprung, mussten die Brasilianer aber wieder ausgleichen lassen. Doch beim zweiten Matchball machte Brink alles klar. „Es macht mich stolz, unsere Philosophie hier konstant so abzurufen“, sagte Brink.

Im zweiten Halbfinale messen sich die Weltmeister Emanuel Rego/Alison Cerutti aus Brasilien und die lettischen Außenseiter Martins Plavins und Janis Smedins.

dpa

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