Brose Baskets schreiben Geschichte

Bamberg feiert drittes Double in Serie

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Party pur bei den Brose Baskets nach dem erneuten Titelgewinn.

Bamberg - Die Brose Baskets Bamberg haben zum fünften Mal die deutsche Basketball-Meisterschaft gewonnen und mit dem dritten Double in Folge Geschichte geschrieben.

Die Brose Baskets Bamberg sind wieder deutscher Basketball-Meister und haben ihre Double-Serie verlängert. Als erster Bundesligist feierten die Franken im dritten Jahr nacheinander den Sieg in Meisterschaft und Pokal. In einem sehr intensiven Spiel kämpften sich die Franken am Sonntag zu Hause beim 97:95 (43:51) gegen ratiopharm Ulm mit einer Leistungssteigerung nach der Pause zurück. Für Bamberg bedeutete es den fünften Meistertitel nach 2005, 2007, 2010 und 2011. Beste Werfer bei den Brose Baskets war Brian Roberts mit 16 Punkten, bei den Ulmern traf Isaiah Swann mit 36 Zählern am häufigsten.

Ganz Basketball-Bamberg war schon vor dem Spiel in Feierlaune. "Jungs, macht das Puzzle fertig" stand auf einem Transparent geschrieben - und die Mannschaft begann ganz im Sinne ihrer Fans. Schnell war das Team um Nationalcenter Tibor Pleiß auf 10:2 davongezogen, aber dann startete Ulm durch. Ein 11:0-Lauf brachte die Führung. Mit 23:22 endete der erste Abschnitt für die Gäste, bei denen dem Amerikaner Swann alleine im ersten Viertel elf Punkte glückten.

Viel besser als in den ersten beiden verlorenen Spielen traf das Team von Trainer Thorsten Leibenath, während die Bamberger vor allem jenseits der Drei-Punkte-Linie die bekannte Stärke lange vermissen ließen. Aber dann brachte ein Wurf aus dieser Distanz von Roberts (13. Minute) die Franken wieder nach vorne (29:28). Ulm konterte in einem hektischen Spiel gleich wieder. Es wurde eng, ehe die Schwaben zum 51:43-Pausenstand durchstarteten. Mit der Pausensirene versenkte Keaton Nankivil dabei den achten Drei-Punkt-Wurf (Quote 62 Prozent) für die Gäste.

Beim zur "Mission Threepeat" erkorenen Aufgabe, das dritte Double nacheinander zu gewinnen, gab es für die Bamberger diesmal mehr Gegenwehr. Anders als beim überlegenen 98:72 in Spiel eins und dem sicheren 86:70 in der zweiten Partie blieb das dritte Match hart umkämpft. "Wir werden noch mal alles rausfeuern was wir haben in den Tanks", versprach Ulms starker Aufbauspieler Per Günther in der Pause vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Halle. Baskets-Manager Wolfgang Heyder lobte die Ulmer, vermisste aber auch den "letzten Biss" beim eigenen Team.

Den zeigte die Truppe von Coach Chris Fleming dann mit schnellen Punkten gleich nach dem Seitenwechsel und erhöhten auch den körperlichen Einsatz. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einem 9:0-Lauf rückten sie wieder an den Außenseiter heran (59:60). Ulm zog wieder davon, aber mit erstklassiger Verteidigung hielt Bamberg die intensive Partie offen. Der Gast blieb trotzdem 74:68 vorn.

Im Schlussabschnitt dreht dann Bamberg auf und glich mit Distanzwürfen zum 76:76 aus. Die Halle tobte - und es wurde immer spannender. Ein Dreier von Julius Jenkins zum 84:81 wendete dann das Blatt zugunsten der Brose Baskets. Nachdem Pleiß dann zum 96:92 gestopft hatte, durfte nach ein paar Zitter-Momenten die nächste Titel-Party der Oberfranken steigen.

Vielleicht war die Feier für den einen oder anderen Bamberger die letzte mit dem Team. Denn vor dem Spiel hatte Manager Heyder gesagt, dass unter anderem der FC Bayern an Brose-Basketballern interessiert. Alle Akteure werde man kaum halten können, sagte der Manager.

SID

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