Schiri-Ärger erreicht US-Politik

Obama mischt sich in Football-Streit ein

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Barack Obama mit einem Trikot der Pittsburgh Steelers

Washington - Die anhaltende Diskussion um die Ersatz-Schiedsrichter in der amerikanischen Football-Profiliga NFL hat nun auch den US-Wahlkampf erreicht. Präsident Barack Obama mischt sich ein.

Nach dem Sieg der Seattle Seahawks gegen die Green Bay Packers im Monday-Night-Game durch einen höchst umstrittenen Touchdown schaltete sich Präsident Barack Obama in die Debatte ein. „Ich sage schon seit Monaten, dass wir unserer Schiedsrichter zurückholen müssen“, sagte der Demokrat. Schon zuvor hatte Obama über seinen offiziellen Twitter-Kanal mitgeteilt, NFL-Fans „auf allen Seiten“ hofften darauf, „dass der Lockout schnell beendet ist“.

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Obamas Kommentare zugunsten der Green Bay Packers sind durchaus ungewöhnlich, da er sich offen zu seiner Leidenschaft für den Rivalen Chicago Bears bekennt. Im Kampf um die Präsidentschaftswahl, die am 6. November stattfindet, könnten ihm die Äußerungen Sympathien im umkämpften Staat Wisconsin einbringen, in dem die Packers beheimatet sind. Wisconsin ist zugleich Heimatstaat des Republikaners Paul Ryan, der unter Präsidentschaftskandidat Mitt Romney für den Vize-Posten nominiert ist.

Ryan nutzte die Schiedrichterleistungen zu einem Angriff auf die Politik Obamas. „Es ist Zeit, die echten Schiedsrichter zurückzuholen. Das erinnert mich an Obama und die Wirtschaft. Wenn man es nicht schafft, muss man es lassen“, sagte Ryan auf einer Veranstaltung in Cincinnati/Ohio.

Seit dem Saisonbeginn kommen in der NFL Amateur-Schiedsrichter zum Einsatz, da die Liga die etatmäßigen Unparteiischen nach gescheiterten Vertragsverhandlungen ausgesperrt hat. Erst am Sonntag hatte es neue Gespräche zwischen beiden Seiten gegeben, allerdings endeten auch diese ergebnislos.

sid

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