Aussagen zu Armstrong: Vier Profis gesperrt

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Levi Leipheimer, einst Profi beim inzwischen aufgelösten Team Gerolsteiner, ist einer von vier Profis, die gesperrt wurden.

Berlin - Nach ihren Aussagen über das Dopingsystem im früheren US-Postal-Team von Lance Armstrong hat die US-Anti-Doping- Agentur USADA vier noch aktive Radprofis gesperrt.

Es handelt sich dabei um Tony Martins Mannschaftskollegen Levi Leipheimer (Omega Pharma-QuickStep) und die Garmin-Sharp-Fahrer Christian Vande Velde, Tom Danielson und David Zabriskie. Das teilte die USADA am Mittwoch mit. Ebenfalls suspendiert sind die geständigen Michael Barry und George Hincapie, die allerdings beide bereits kürzlich ihre Karriere beendet hatten.

Die genaue Dauer der Sperre war zunächst unklar. Sollte allerdings wie in ähnlichen Fällen die Kronzeugenregel greifen, wären die Fahrer nach einem halben Jahr im kommenden Frühjahr wieder startberechtigt.

Doping: Die merkwürdigsten Ausreden

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Am Mittwoch hatte die USADA ihre Urteilsbegründung im Dopingfall Armstrong unter anderem an den Weltverband UCI geschickt. Darin enthalten sind die beeideten Zeugenaussagen von 15 Radprofis, darunter elf ehemaligen Teamkollegen des Amerikaners.Neben den sechs Gesperrten sagten zudem die bereits zurückgetretenen Frankie Andreu, Tyler Hamilton, Floyd Landis, Stephen Swart und Jonathan Vaughters aus. Vaughters ist Garmin-Teamchef und in dieser Funktion seit Jahren lautstarker Fürsprecher im Anti-Doping-Kampf.

Die US-Anti-Doping-Agentur hatte Armstrong Ende August lebenslang gesperrt und seine Ergebnisse seit dem 1. August 1998 gestrichen. Sollte die UCI dem zustimmen, würde Armstrong seine Toursiege von 1999 bis 2005 verlieren.

dpa

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