Kerber zittert sich ins Viertelfinale

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Weiter gut in Form: Angelique Kerber, hier bei den French Open, hat in Cincinnati das Viertelfinale erreicht.

Cincinnati - Angelique Kerber hat beim WTA-Turnier in Cincinnati das Viertelfinale erreicht. Sie zeigt sich elf Tage vor dem Start der US Open weiter in guter Form. Ein anderer schwächelt.

Nach der Pflicht kommt jetzt die Kür. Für Angelique Kerber war der 6:3, 7:6 (7:5)-Achtelfinalsieg am Donnerstag beim WTA-Hartplatz-Turnier in Cincinnati gegen die Tschechin Andrea Hlavackova gleich doppelt schön. Zum einen hat sie beim mit 3,43 Millionen Dollar dotierten und hochrangig besetzten Tennis-Turnier das Viertelfinale erreicht, zum anderen steht die Norddeutsche nun der besten Spielerin des Sommers gegenüber - der Amerikanerin Serena Williams. „Angst vor ihr habe ich nicht“, sagte die Kielerin der Nachrichtenagentur dpa.

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Gegen ihre Lieblings-Kontrahentin Hlavackova - fünfter Sieg im fünften Match - zeigte sich Deutschlands Nummer eins zu Beginn konzentriert. Sie nahm der tschechischen Qualifikantin gleich das erste Aufschlagspiel ab und gab diesen Vorteil nicht mehr ab. Im zweiten Durchgang lag die Weltranglisten-Siebte beim Stand von 5:4 erneut mit einem Break vorn, konnte jedoch anschließend ihr Service nicht halten. „Es war nicht so einfach. Sie hat Spiele gehabt, bei denen sie wirklich alles getroffen hat und dann aber auch wieder leichte Fehler gemacht“, erklärte Kerber.

Im Tiebreak lag sie bereits 2:5 hinten, holte dann aber fünf Punkte nacheinander und nutzte nach 87 Minuten ihren ersten Matchball zum Sieg. Im zweiten Match ihrer Karriere gegen Williams sieht sich die Linkshänderin zwar als Außenseiterin, ist aber gewillt, die beeindruckende Sieges-Serie der Wimbledon-Gewinnerin und Olympiasiegerin von 19 Matches zu beenden.

Seit ihrer Erstrunden-Niederlage bei den French Open hat Williams nicht mehr verloren. „Irgendwann kommt der Zeitpunkt, dass jemand sie mal besiegt“, sagte Kerber, die das bislang einzige Duell 2007 in der ersten Runde der US Open in New York 3:6, 5:7 verloren hatte.

Tennis-Olympiasieger Andy Murray hat beim ATP-Turnier dagegen das Viertelfinale verpasst. Der 25 Jahre alte Brite musste sich dem Franzosen Jeremy Chardy 4:6, 4: 6 geschlagen geben. Murray, der am 5. August in Wimbledon den Weltranglistenersten Roger Federer (Schweiz) bezwungen und Gold gewonnen hatte, fand nur selten zu seinem druckvollen und sicheren Spiel. Nach 98 Minuten beendete Chardy das Match.

dpa

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