Tennis-Turniere

Aus für Kerber, Kohlschreiber und Mayer

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Angelique Kerber ist im Halbfinale des Turniers in Stuttgart gescheitert

Stuttgart - Für Tennisprofi Angelique Kerber ist der Traum vom Heimcoup im Halbfinale von Stuttgart geplatzt. Philipp Kohlschreiber hat beim ATP-Turnier in Barcelona das Finale klar verpasst.

Das war knapp! Trotz einer ganz starken Leistung hat Angelique Kerber das Endspiel beim WTA-Turnier in Stuttgart hauchdünn verpasst. Die deutsche Nummer eins verlor am Samstag beim Porsche Tennis Grand Prix gegen Titelverteidigerin Maria Scharapowa mit 3:6, 6:2, 5:7 und muss damit weiter auf ihr erstes Finale in Deutschland warten. „Ich nehme dennoch das Positive aus der Woche mit. Es kommen große und wichtige Turniere“, sagte Kerber.

Nach 2:07 Stunden hatte Scharapowa ihren ersten Matchball verwandelt. Im Finale trifft sie auf die an Nummer zwei gesetzte Chinesin Li Na oder Bethanie Mattek-Sands aus den USA. „Ich brauche noch ein paar Stunden, um wieder zu mir zu kommen. Ich habe mein Bestes gegeben und habe mir nichts vorzuwerfen“, sagte Kerber. Auch die deutsche Fed-Cup-Teamchefin war angetan von der Leistung.

„Es war ein Weltklasse-Match. Am Ende hat Maria leider einen Tick besser gespielt“, sagte Barbara Rittner nach der dramatischen und hochklassigen Partie im SWR. „Angelique kann dennoch sehr, sehr viel Positives aus dieser Woche mitnehmen. Sie hat dem Erwartungsdruck getrotzt“, lobte Rittner. Auch Scharapowa zollte Kerber großen Respekt. „Sie hat ein tolles Match gespielt.“

Am Ende reichte es für Kerber trotz einer couragierten Leistung nicht ganz. Zwar kämpfte sich die 25-Jährige im dritten Satz beim Stand von 3:5 noch einmal zurück und glich zum 5:5 aus. Doch dann machte Scharapowa acht Punkte in Serie und zog wie im Vorjahr ins Endspiel der mit 796 000 Dollar dotierten Veranstaltung ein.

„Ich freue mich über die Art, wie ich im ersten Satz gespielt habe und im dritten zurückgekommen bin. Ich freue mich, dass ich durchgekommen bin“, sagte Scharapowa. Es bleibt damit bei drei Turniersiegerinnen aus Deutschland. 2011 gewann Julia Görges in Stuttgart, 1991 und 1994 holte sich die heutige Turnierdirektorin Anke Huber - damals noch in Filderstadt - den Titel.

Bloß nichts Wabbeliges! Angelique Kerber von A bis Z

Bloß nichts Wabbeliges! Angelique Kerber von A bis Z

Im fünften Duell mit Scharapowa hatte Kerber am Anfang große Probleme. Die Russin nahm der deutschen Nummer eins auf Anhieb den Aufschlag ab und trumpfte zu Beginn ganz stark auf. Nach einigen Schwierigkeiten in den vorherigen Runden schien sie nun ihren Rhythmus auf der roten Asche in der Porsche-Arena gefunden zu haben.

Kerber spielte zwar nicht schlecht, dennoch kam die Kielerin im ersten Durchgang nicht zu einer einzigen Breakchance. Nach 36 Minuten gewann Scharapowa den ersten Satz mit 6:3. Doch angetrieben von den 4400 Zuschauern in der ausverkauften Halle steckte Kerber nicht auf. Mit dem ersten Breakball überhaupt nahm sie der Russin zum 2:1 das Service ab. In ihrer Box sprangen Trainer Torben Beltz und Rittner auf, Kerber selbst pushte sich mit der geballten rechten Faust - die Partie begann zu kippen.

Nach 1:11 Stunden holte Kerber den Satzausgleich und schaffte auch zu Beginn des Schluss-Abschnitts ein schnelles Break. Doch Scharapowa kämpfte sich zurück und spielte in den entscheidenden Phasen ihr bestes Tennis. Dem musste sich Kerber am Ende doch beugen.

Kohlschreiber verpasst Finale bei ATP-Turnier in Barcelona

Die Tennisprofis Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer haben ihre deutsch-spanischen Duelle in den Halbfinals von Barcelona und Bukarest verloren. Kohlschreiber war gegen Sandplatzspezialist Nicolas Almagro beim 2:6, 1:6 chancenlos, Mayer unterlag Guillermo Garcia-Lopez 4:6, 6:4, 3:6. Im Finale von Barcelona spielt Almagro nun gegen Landsmann Rafael Nadal, das Endspiel von Bukarest bestreiten Garcia-Lopez und Lukas Rosol (Tschechien).

Der Augsburger Kohlschreiber kassierte gegen Almagro, der bislang alle seine zwölf ATP-Titel auf Sand gewonnen hat, die fünfte Niederlage im achten Vergleich. Der 29-Jährige verpasste damit sein neuntes Finale auf der Profitour, erreichte allerdings sein bestes Resultat nach der Oberschenkelverletzung, die er sich Anfang Februar beim Davis Cup in Argentinien zugezogen hatte.

Sandplatzkönig Rafael Nadal, der das mit 1,7 Millionen Euro dotierte Turnier in Barcelona bereits siebenmal für sich entschieden hat, komplettierte das Finale durch ein 6:4, 6:0 über Milos Raonic (Kanada).

In Bukarest verpasste Mayer derweil das sechste ATP-Finale seiner Karriere. Der 29-Jährige aus Bayreuth nutzte im entscheidenden Durchgang beim Stand von 2:2 keinen seiner sechs Breakbälle und gab darauf selbst seinen Aufschlag ab. In der rumänischen Hauptstadt hatte Mayer 2011 seinen bislang einzigen ATP-Titel gefeiert.

Garcia-Lopez spielt im Finale des mit 410.000 Euro dotierten Sandplatzturniers gegen Rosol, der sich überraschend deutlich 6:2, 6:3 gegen Gilles Simon (Frankreich) durchsetzte.

sid/dpa

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