Gelungenes Comeback von Petkovic

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Andrea Petkovic

New Haven - Vier Monate musste sie verletzt aussetzen. Doch jetzt hat Tennis-Profi Andrea Petkovic in New Haven ein gelungenes Comeback gefeiert.

Erfolgreiches Comeback: Andrea Petkovic tanzt wieder Von Cai-Simon Preuten +++ Situationsbericht +++ VIDEO

New Haven (Connecticut/USA), 21. August (SID) -

Andrea Petkovic tanzt wieder. 116 Tage nachdem sie sich in Stuttgart einen doppelten Bänderriss zugezogen hatte, ist die 24-Jährige zurück auf der WTA-Tour und hat auch wieder den Spaß am „Petko Dance“ zurückgewonnen.

New Haven (SID) Andrea Petkovic tanzt wieder - und diesmal schwungvoller denn je. 116 Tage nachdem sich Deutschlands einst beste Tennisspielerin einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte, kehrte die 24-Jährige beim WTA-Turnier in New Haven mit einem 6:3, 5:7, 7:5-Sieg gegen Timea Babos aus Ungarn auf die Tour zurück. Der Erfolg war mühsam, umso leichter fiel der Darmstädterin allerdings der anschließende „Petko Dance“.

„Das hat Spaß gemacht. In der Vergangenheit habe ich mich oft verpflichtet gefühlt zu tanzen, doch diesmal kam es wirklich von Herzen“, sagte Petkovic, die beim Vorbereitungsturnier auf die US Open (27. August bis 9. September) nun auf die an Position sechs gesetzte Dominika Cibulkova (Slowakei) trifft.

Das zweite Comeback innerhalb eines Jahres soll die Seuchensaison der früheren Weltranglistenneunten endlich zum Guten wenden. Nachdem Petkovic im April von ihrer langwierigen Rückenverletzung genesen war, absolvierte sie nur drei Spiele, ehe sie beim WTA-Turnier in Stuttgart umknickte und tränenüberströmt vom Platz humpelte. Ihre Starts bei den Grand Slams in Melbourne, Paris und Wimbledon sowie den Olympischen Spielen musste sie absagen - ihren Humor hat sie dennoch nicht verloren.

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„Wenn ich mir meine Saison so anschaue, bin ich einfach nur glücklich, dass ich mir nicht das Genick oder sonst irgendetwas gebrochen habe“, twitterte Petkovic nach ihrem fünften Saisonsieg. Wie erleichtert sie über ihre Rückkehr wirklich ist, verriet sie später in einem Interview: „Als ich nach meiner Rückenverletzung mein erstes Spiel in Stuttgart gewonnen hatte, war das schön. Aber diesmal habe ich weitaus mehr überstanden“, sagte Petkovic.

Der lange Kampf zurück in den Wanderzirkus der WTA-Tour hat selbst der sonst so fröhlichen Petkovic Sorgen bereitet und einiges abverlangt. „Zwei Dinge machen mir Angst: Dass sich das Tennis so weiterentwickelt hat, ich in der Weltspitze nicht mehr mitkomme und dass ich keinen Willen mehr habe, mich nochmal durch die Reha zu quälen, sollte ich mich erneut verletzen“, hatte sie unlängst betont.

Petkovic musste Geduld beweisen und dabei zusehen, wie Angelique Kerber (Kiel) ihr den Rang als erfolgreichste deutsche Spielerin in wenigen Monaten abjagte. Als Nummer 43 der Welt und nationale Nummer fünf startet sie nun den Neuanfang, mit veränderter Technik beim Aufschlag und den besten Wünschen ihrer Bundestrainerin. „Wir dürfen keine Wunder erwarten. Andrea hat sich zum Glück die Zeit genommen, die sie zur Genesung brauchte. Sie hat der Tennisszene gefehlt“, sagte Barbara Rittner dem SID.

Bis Petkovic sich wieder ihrer Bestform nähern kann, die sie im vergangenen Jahr in drei Grand-Slam-Viertelfinals einziehen ließ, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Das nervöse und unsichere Auftreten gegen die erst 19-jährige Timea Babos war Beweis genug, dass Petkovic bei den US Open wohl noch nicht wieder in der ersten Reihe tanzen wird.

sid

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