Slalom in Levi

Ski alpin: Münchner Straßer überrascht, Kristoffersen siegt

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Ski alpin: Linus Straßer auf der Piste.
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Im Weltcup 2019/20 im Ski alpin hat Linus Straßer beim Slalom in Levi ein gutes Ergebnis erzielt. Den Sieg holte Henrik Kristoffersen aus Norwegen.

Levi - Das zweite Rennen im Weltcup 2019/20 im Ski alpin führte die Herren nach Finnland. In Levi stand der erste Slalom der Saison auf dem Programm.

Dabei ist Linus Straßer stark in die Saison 2019/20 im Ski alpin gestartet und hat das deutsche Slalom-Team in Levi vor einer Blamage bewahrt. Der 27-Jährige belegte am Sonntag in Finnland Rang acht und holte damit das zweitbeste Slalom-Ergebnis seiner Weltcup-Karriere. Besser war er nur im Januar 2015 mit einem fünften Platz. Der Sportler vom TSV 1860 München hatte es im ersten Weltcup-Slalom nach dem Rücktritt von Felix Neureuther allerdings als einziger der sechs deutschen Starter in den zweiten Durchgang geschafft.

"Es gilt auf jeden Fall zu attackieren. Das Ergebnis von Linus ist ein klarer Lichtblick", sagte Alpinchef Wolfgang Maier dem ZDF. "Der zweite Lauf war das, was man sich auch schon in den letzten Jahren vom Linus erwartet hat. Er ist oft unter seinem Wert geschlagen worden. Heute hat er mal gezeigt, was in ihm steckt. Ich denke da geht aber noch was." Straßer qualifizierte sich mit Startnummer 47 für den zweiten Durchgang. Und verbesserte sich dann mit der zweitbesten Laufzeit um 15 Plätze.

Ski alpin: Henrik Kristoffersen siegt in Levi

Den Sieg zum Auftakt holte sich Henrik Kristoffersen aus Norwegen, der damit auch die Gesamtwertung anführt, vor dem Franzosen Clement Noel und Daniel Yule aus der Schweiz. Kristoffersen war im Ziel 0,09 Sekunden schneller als Noel. Straßer fehlten bei mitunter dichtem Schneefall 0,71 Sekunden auf das Podium.

Fritz Dopfer, Dominik Stehle, David Ketterer, Sebastian Holzmann und Anton Tremmel dagegen verpassten bei dem Flutlicht-Rennen allesamt die Qualifikation für den zweiten Durchgang. "Es geht darum, dass wir versuchen, den verlorenen Boden langsam wieder gut zu machen", sagte Maier. Beim Damen-Slalom am Samstag hatte Mikaela Shiffrin aus den USA gewonnen. Der Weltcup der Herren wird mit einer Abfahrt in Lake Louise am 30.11. fortgesetzt.

Ski alpin: Das Ergebnis aus Levi
  1. Henrik Kristoffersen (Norwegen) 1,48,55
  2. Clement Noel (Frankreich) +0,09
  3. Daniel Yule (Schweiz) +0,18
  4. Ramon Zenhausern (Schweiz) +0,27
  5. Andre Myhrer (Schweden) +0,34
  6. Kristoffer Jakobsen (Schweden) +0,53
  7. Christian Hirschbuehl (Österreich) + 0,74
  8. Linus Straßer (Deutschland) +0.89
  9. Sebastian Foss-Solevagg (Norwegen) +0,92
  10. Manfred Moelgg (Italien) +0,98

Ski alpin: Die Vorschau zum Slalom in Levi

Dabei lautet aus deutscher Sicht die Frage, wer den besten deutschen Slalomfahrer der letzten Jahre beerben kann. Felix Neureuther hat mit 35 seine Karriere beendet, nun ruhen im Weltcup 2019/20 die Hoffnungen auf anderen.

Linus Straßer ist mit 27 Jahren ebenfalls nicht mehr der Jüngste - und soll deshalb auch endlich zeigen, was in ihm steckt. "Linus hat das Potenzial", meint der neue Herren-Cheftrainer Christian Schwaiger, der nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in Sölden in Levi auf ein besseres Ergebnis hofft.

Ski alpin: Sechs deutsche Fahrer in Levi am Start

Der Coach muss am Sonntag, wenn das zweite Herren-Rennen in der Saison 2019/20 steigt, ohne Erfolgsfahrer Neureuther eine konkurrenzfähige Slalom-Truppe aufbauen - eine schwere Aufgabe. 

"Im Slalom ist einer unter den besten 30. Das ist nichts. Das muss sich ändern", unterstrich Schwaiger. Jener Fahrer ist Dominik Stehle auf Platz 30. Neben Stehle und Straßer sind für die deutschen Skifahrer Fritz Dopfer, Sebastian Holzmann, David Ketterer und Anton Tremmel am Start. Eine Top-Platzierung in Levi wird bei den Männern keinem zugetraut. Bei den deutschen Damen fuhr Lena Dürr beim Slalom in Levi auf Platz 10. Es siegte Mikaela Shiffrin aus den USA.

Ski alpin: Franzosen und Schweizer mit Siegchancen beim Slalom in Levi

Favoriten bei den Herren sind andere. der Franzose Alexis Pinturault, der das Auftaktrennen in Sölden gewann und die Gesamtwertung anführt, geht als Mitfavorit ins Rennen, das Gleiche gilt für seinen Teamkollegen Clement Noel.

Ebenfalls hoch im Kurs stehen die Schweizer um Daniel Yule, Ramon Zenhäusern und Daniel Yule. Auch der Norweger Henrik Kristoffersen und der Österreicher Marco Schwarz gelten als Anwärter fürs Podest.

Quelle: chiemgau24.de

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

truf mit dpa

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