Keppler nur 26.

Svindal mit Heimsieg zur ersten Kugel

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Aksel Lund Svindal

Kvitfjell - Aksel Lund Svindal hat sein erstes Weltcup-Rennen in der Heimat gewonnen. Der norwegische Ausnahme- Skirennfahrer triumphierte am Sonntag beim Super-G in Kvitfjell.

Aksel Lund Svindal hat die erste Kristallkugel des Weltcup-Winters gewonnen. Der 30 Jahre alte Norweger sicherte sich bei seinem Heimrennen in Kvitfjell am Sonntag mit seinem vierten Saisonsieg zum vierten Mal Rang eins in der Super-G-Wertung. Nur Hermann Maier (Österreich) hat diese Wertung häufiger gewonnen - fünf Mal. „Ich hatte nie eine bessere Speed-Saison“, sagte Svindal lächelnd.

Mit seinem zweiten Platz in der Abfahrt am Samstag hat er zudem im Vierkampf um den Gewinn des Abfahrtsweltcups die beste Ausgangsposition. Und im Gesamtweltcup ist er vor den abschließenden sechs Rennen auf 29 Punkte an Titelverteidiger Marcel Hirscher aus Österreich herangerückt. „Er hat noch immer einen Vorsprung, wenn er so weiter fährt, wird es für mich sehr, sehr schwierig. Aber ich habe meine Chance hier gut genutzt“, sagte Svindal.

Letzteres konnte man von den deutschen Rennläufern nur bedingt behaupten. Josef Ferstl (Hammer) holte als 30. in der Abfahrt einen Punkt, blieb als 33. im Super-G aber unter seinen Möglichkeiten. Stephan Keppler aus Ebingen bringt aus Norwegen eine schmerzhafte Schulterverletzung mit, die ihn zum Verzicht auf die Abfahrt zwang. Am Sonntag fuhr er als 26. sein bestes Saisonergebnis im Super-G ein.

Den vorletzten Super-G der Saison gewann Svindal, bei der WM in Schladming Weltmeister in der Abfahrt und Super-G-Dritter, fast nach Belieben. Im Ziel der Olympiapiste von 1994 lag er klar vor Georg Streiberger aus Österreich (+0,52 Sekunden) und Werner Heel aus Italien (+0,57). „Das war ziemlich gut“, sagte Svindal bescheiden.

Der erste Sieg in Kvitfjell war für Svindal der 21. im Weltcup - damit zog er mit dem norwegischen Rekordhalter Kjetil-Andre Aamodt und Didier Cuche (Schweiz) auf Rang 15 der Bestenliste gleich.

„Ich glaube, Aksel kann so viel gewinnen wie Lasse (Kjus, d.Red. ) und ich zusammen“, sagte Aamodt im norwegischen Fernsehen NRK: „Wir haben im Weltcup, bei Weltmeisterschaften und bei Olympia 52 Siege, Aksel hat 27 - er hat also schon die Hälfte des Weges hinter sich. Die nächsten fünf Jahre werden seine besten.“

Im Super-G-Weltcup ist Svindal mit seinen vier Siegen in fünf Rennen der logische Sieger. Er hat nach seinem zweiten Rang in der windumtosten Abfahrt am Samstag hinter Adrien Theaux (Frankreich) nun allerdings auch mit 439 Punkten die beste Ausgangsposition für den Gewinn der Kristallkugel in der Abfahrt. Beim Weltcup-Finale ab 13. März auf der Schweizer Lenzerheide fahren auch noch Titelverteidiger Klaus Kröll (Österreich/381) und die Südtiroler Dominik Paris (378) und Christof Innerhofer (370) um den Gesamtsieg mit.

„Für Aksel schaut es jetzt schon sehr gut aus“, sagte der am Samstag drittplatzierte Kröll: „Mit 58 Punkten Vorsprung zum Finale zu fahren, ist schon was.“ Ansonsten schimpfte Kröll wie viele der Konkurrenten über die Windverhältnisse. „Der Wind hat entschieden. Gefährlich war es nicht, nur unfair. Das sind Rennen, die wir nicht sehen wollen.“

Wegen das Windes war der Start am Olympiabakken nach unten verlegt worden. Darüber hinaus hatten die Veranstalter vor Beginn des Rennens das Transparent über dem Ziel entfernt. „Ich war schon glücklich, was den Wind betrifft“, sagte Sieger Theaux.

sid

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