Woods sorgt sich um Freundin

Höfl-Riesch nur Neunte bei neuem Vonn-Drama

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Maria Höfl-Riesch war nach der Abfahrt in Val d'Isere nicht zufrieden

Val d'Isere - Die Schweizerin Marianne Kaufmann-Abderhalden feiert in Val d'Isere ihren ersten Weltcup-Sieg. Maria Höfl-Riesch ist unzufrieden, Tiger Woods sorgt sich um Lindsey Vonn.

Nein, so hatte sich das Tiger Woods bestimmt nicht vorgestellt. Der Golf-Star war in der Tat nach Val d'Isere gereist, zum ersten Mal wollte er seine Freundin Lindsey Vonn bei einem Ski-Rennen unterstützen - was vor Ort für helle Aufregung sorgte. Woods aber wagte sich am Samstag sogar in den Zielraum - wo er dann allerdings eine humpelnde Lindsey Vonn in Empfang nehmen musste. Das rechte Knie schien wieder zu schmerzen. Das sah nicht gut aus.

Erneut nicht nach Wunsch lief es auf der Piste „O.K.“ auch für Maria Höfl-Riesch. Beim ersten Weltcup-Sieg der Schweizerin Marianne Kaufmann-Abderhalden belegte sie Rang neun. Nein, sie sei „nicht zufrieden mit dem Rennen“, betonte sie. Allerdings, ergänzte sie auch ein wenig erleichtert, sei das auch ein Rennen gewesen, bei dem man froh sein müsse, heil im Ziel angekommen zu sein. Einige Kolleginnen wie Vonn oder Marie Marchand-Arvier (Frankreich) kamen nicht heil an.

Die „O.K.“ erwies sich am Samstag als ruppig, als tückisch. Marchand-Arvier (Startnummer 13) stürzte spektakulär, musste mit dem Rettungsschlitten von der Piste gebracht werden. Die Amerikanerin Stacey Cook (15) schaffte es nach ihrem Sturz alleine nach unten. Insgesamt 40 Minuten war das Rennen nach diesen Vorfällen unterbrochen, es wirkte sich vorübergehend auch auf die Piste aus: Sie war im unteren Teil zunächst ein wenig langsamer.

Höfl-Riesch wollte ihr Abschneiden aber nicht unbedingt auf die Piste schieben. Im oberen Streckenteil verhaute sie den zweiten Sprung, kam „gleich mal schön aus der Spur“ und war ob des Patzers erschrocken. „Da bin ich mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte sie - will heißen: Von der Platzierung her hätte es schlimmer kommen können. Und sie wiederholte, was sie am vergangenen Wochenende in St. Moritz gesagt hatte: „Ich bin schnell, aber ich muss es halt auch runterbringen.“

Runterbringen: Marianne Kaufmann-Abderhalden, schon in Lake Luise bei den beiden Abfahrtssiegen von Höfl-Riesch mit den Rängen zwei und vier aufgefallen, gelang das erstaunlich gut, sie gewann vor Tina Maze (Slowenien/0,29 Sekunden zurück) und der Überraschungsdritten Cornalie Hütter (Österreich/0,52). Runter kamen auch Gina Stechert (Oberstdorf) und Michaela Wenig (Lenggries) - allerdings belegten sie am Ende nur die Ränge 30 und 32.

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Und runter kam schließlich auch Lindsey Vonn - allerdings am Rande der markierten Strecke. Sie war nach eineinhalb Minuten Fahrzeit an einem Tor vorbeigefahren, nachdem das rechte Knie kurz weggeknickt war. Zunächst stand sie im Schnee, hielt das von einem Kreuzbandriss (Februar) und Kreuzband-Anriss (Mitte November) geschwächte Gelenk. Woods, mit schwarzer Mütze, dunkler Brille, schwarzem Anorak, sah besorgt aus.

SID

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