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„House of the Dragon“: Der Grüne Rat – Kritik zur Folge 9

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Otto (Rhys Ifans) und Alicent (Olivia Cooke) berufen den Grünen Rat ein…
Otto (Rhys Ifans) und Alicent (Olivia Cooke) berufen den Grünen Rat ein… © HBO

Die letzte Folge vor einem Staffelfinale war bei „Game of Thrones“ oft für Höhepunkte gut. Das Prequel „House of the Dragon“ verstrickt sich allerdings in der Episode „Der Grüne Rat“ in unnötigen Nebenintrigen.

Dass ausgerechnet die „House of the Dragon“-Episode mit dem Titel „Der Grüne Rat“ (im Original: „The Green Council“) so ratlos zurücklässt, scheint durchaus ironisch. Besonders schade ist dabei, dass die vorletzten Folgen vor einem Staffelfinale bei „Game of Thrones“ stets für Höhepunkte gut waren. Diesmal dürfte die neunte Ausgabe der zehnteiligen Auftaktstaffel der neuen HBO-Fantasyserie aber viele Westeros-Fans enttäuschen. Wobei es sicherlich einen Unterschied machen könnte, ob man mit der Buchvorlage von George R. R. Martin vertraut ist oder nicht. Doch selbst ohne Vorwissen fallen wahrscheinlich ein paar Ungereimtheiten auf, zumal ein Großteil der einstündigen Laufzeit mit verwirrenden Wettläufen verschwendet wird.

Waren all die schmerzhaften Zeitsprünge, durch die uns so viele vielversprechende Momente entgangen sind (allen voran mit Laena und Harwen) wirklich nötig, damit man jetzt sehen kann, wie Larys (Matthew Needham) seinen Fußfetisch auslebt? Und wie Mysaria (Sonoya Mizuno) sich für Kinderrechte stark macht? Darüber hinaus fühlt es sich so an, dass die Serienmacher - vor allem mit Blick auf den Charakter Alicent (Olivia Cooke) - Komplexität um jeden Preis erreichen wollen, notfalls auch auf Kosten der Logik. Regie hat diese Woche wieder Claire Kilner geführt, die wir bereits durch ihre Arbeit an der vierten und fünften Folge kennen. Erneut darf sie unzählige Statistinnen ins Feld führen - und nimmt die Zuschauer zudem ein weiteres Mal mit ins Vergnügungsviertel Flea Bottom, wobei es dort nun deutlich weniger vergnüglich zugeht als zuletzt. Als Autorin fungiert hingegen Sara Hess, die zuvor die sechste Folge schrieb. Und gefühlt hätte dies eher eine „Drehbuchfolge“ werden sollen, anstatt einer „Inszenierungsfolge“. Soll heißen: Man hätte sich eher ein Kammerspiel mit dichten Dialogen im Kleinen Rat gewünscht, wie es der Episodentitel ja auch vermuten ließ. Bekommen haben wir dafür eine weitläufige und verwirrende Schnitzeljagd quer durch King‘s Landing. Weiterlesen bei Serienjunkies.de. (Bjarne Bock)

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