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Erneute Klage wegen Kinderarbeit: Angelo Kelly muss wieder Bußgeld zahlen

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Von: Lisa Klugmayer

Angelo Kelly beim ZDF-Jahresrückblick Menschen am 16.12.2019 in Hamburg. William Kelly auf der Bühne beim Kelly-Konzert in der Landskron Kulturbrauerei am 30.08.2019 in Görlitz. (Fotomontage)
Angelo Kelly muss erneut eine Geldstrafe zahlen, weil sein jüngster Sohn William bei einer Veranstaltung in München nach 17 Uhr auftrat. (Fotomontage) © IMAGO / Future Image & IMAGO / Future Image

Angelo Kelly muss erneut eine Geldstrafe zahlen, weil sein jüngster Sohn William bei einer Veranstaltung in München nach 17 Uhr auftrat.

München - Und täglich grüßt das Murmeltier oder im Fall von Angelo Kelly (39) der Bußgeldbescheid. Der Schlager-Star muss schon wieder vor Gericht - diesmal in München. Anderes Gericht, selbe Anklage: Verstoß gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz. Obwohl sein Anwalt auf unschuldig plädiert, der Auftritt beeinträchtige Kellys jüngsten Sohn William (5) schließlich nicht, sieht das der Richter etwas anders. In München wurde das Kelly-Family-Mitglied schon wieder zu einer Geldstrafe verurteilt.

Angelo Kelly: Kinderarbeit bei Auftritt München - 7.000 Euro Bußgeld

Angelo Kelly (Die erfolgreichsten deutschen Schlagersänger aller Zeiten) hat schon wieder Zoff mit den Behörden - und wieder steht der Vorwurf der angeblichen Kinderarbeit im Raum. Diesmal geht es um einen Auftritt in der Münchner Residenz im Sommer 2019. Die gesamte Familie stand damals auf der Bühne und heizte den Schlagerfans so richtig ein - auch der damals vierjährige William. Laut Bild-Informationen habe er bei vier Songs in der Gruppe mitgesungen und außerdem ein paar Liedzeilen alleine zum Besten gegeben. Von 20.10 bis 20.30 Uhr soll der Kleine aufgetreten sein.

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Das Problem: Kinder unter sechs Jahren dürfen nicht nach 17 Uhr beschäftigt werden und Angelo Kelly (11.967 monatliche Hörer auf Spotify) hatte keine Genehmigung für Williams Auftritt. Deswegen gab es prompt einen Bußgeldbescheid in der Höhe von 7.000 Euro für den Schlagersänger. „Der Bußgeldbescheid in München von 7 000 Euro ist völlig absurd!“, so Kelly-Verteidiger Julian Ackermann gegenüber BILD. Für William sei ein derartiger Auftritt völlig normal und beeinträchtigte ihn nicht. Er singe den ganzen Tag mit seinen Geschwistern.

„Summertime in Ireland“: Angelo Kelly postet dieses Familien-Selfie am 8. Juli 2021
„Summertime in Ireland“: Angelo Kelly und seine Familie © Instagram/Angelo Kelly

Ackermann plädiert hier auf Freispruch, da es sich bei dem Bühnen-Auftritt um keine Beschäftigung handle. William singe freiwillig, sei weder weisungsgebunden, noch bekomme er eine Gage und habe nie einen ganzen Song alleine gesungen. Er sei auch nicht fester Bestandteil der Show gewesen, trat nicht bei jedem Konzert auf. Der Richter in München sieht das allerdings etwas anders.

Angelo Kelly erneut wegen Kinderarbeit verurteilt: Für Schlagerstar nicht nachvollziehbar

Der Richter, der den Fall von Angelo Kelly (Alle Informationen zur Kelly-Family) bearbeitet, sieht hier auf jeden Fall einen Verstoß gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz. „Die gesamte Familie Kelly arbeitet da. Das ist der Auftritt der Family und als solcher wird er beworben. Auf der Bühne ist William genauso wie seine Geschwister beschäftigt“, so der Richter laut Bild-Zeitung.

William wurde auf der Bühne präsentiert und es folgte eine Abmoderation. „Es ist ein geplanter Teil des Auftritts“, sagt der Richter. Allerdings sei es „ein relativ penetrantes Verstoßen deutschlandweit“. Deswegen muss Schlagersänger Angelo Kelly keine 7.000 Euro, sondern nur 800 Euro Strafe zahlen. Wie wir alle wissen, ist das für Angelo Kelly nicht das erste Mal, dass er sich wegen eines Vorstoßes gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz verantworten muss. 

Angelo Kelly mit seiner Familie
Ist das Kinderarbeit? Nein, sagt Angelo Kelly. William (unten links) würde gerne mit seiner Familien singen. © Jan Woitas/dpa

Erst vor wenigen Tagen wurde ein anderer Auftritt in Hamburg verhandelt, hier musste Angelo Kelly 250 Euro Bußgeld blechen.  Im Juni 2021 musste er für einen Gig in Dinslaken 500 Euro Bußgeld zahlen, da die Genehmigung für den Auftritt seiner Kinder nicht rechtzeitig eingegangen war.

Für Angelo Kelly sind die Vorwürfe der Kinderarbeit nicht nachvollziehbar. „William war und ist bei unseren Shows zu keiner Zeit verpflichtet, mit uns aufzutreten. Wenn er es tat, dann nur weil er es wollte“, so der Schlagersänger.

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